Friday, October 23, 2009

OVARYROT - Harvesting Ovum


Ja so kann es gehen, da hat man als unbedarfter Musiker 25 Songs mit Laufzeiten von unter 30 Sekunden aufgenommen und plötzlich keine Kohle mehr, um das dann auch noch pressen zu lassen. Ja was nun Doc, dann stellt man das Getöse eben für lau ins Internet und fertig. Ist auch gut so, denn eine greifbare Veröffentlichung hätte eh keiner gekauft, rausgeschmissenes Geld, das ja keiner hat. Ist wie bei der deutschen Bank, Geld ausgeben das keiner hat und reich werden. Da sind OVARYROT tatsächlich realitätsbezogener als alle Investmentbänker zusammen und vermarkten ihren Radau kostengünstig selbst. Auch wenn nichts hängen bleibt (rein finanziell-ideelle Werte sind unbezahlbar) können sich die Musikusse wenigstens nicht vorwerfen lassen, den Bezug zur Realität verloren zu haben. Und das Getrümmer ist sogar sehr unterhaltsam, wenn auch nicht zwingend revolutionär. Gore Grind immer hopp-di-hopp mit Harmonizer und Bassound zum Trommelfell testen. Ist alles genreüblich sauber gespielt, klingt angenehm dreckig und Blut und Pussys gibt es auch. Also ist diese Art der Veröffentlichung quasi der Pedant zu Mc Doof´s Sparmenü, alles inklusive, satt bis zum Kaffe und ungestraft das Hirn verkleistern. Ernsthafte Musik ist das hier bestimmt nicht, dafür kurzweilig und brutal, das passende Gehacke zum Feierabendbier. Macht Spass und es gibt bestimmt zahllose Combos die wesentlich übler sind. Also schnell runter laden - Gore für alle!
6/10

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