Tuesday, January 26, 2010

CORROOSION – Punish The Mind - Cd / Rising Records


Diese italienische Truppe mit dem Buchstabenüberfluss im Bandnamen ist eindeutig nicht auf dem Weg Rost anzusetzen. So wird das Nutzen des Subwoofers beim Genuss des Rundlings ausdrücklich empfohlen. BAM…und die Bässe spalten Dielenbretter auf 5 Meter! Unglaublicher Effekt. Bei Corroosion handelt es sich um eine ziemlich brutale Thrash/Deathcore Kapelle, die sehr rüde daher kommt, so einige Elemente aus dem modernen brutalen Death Metal mitbringt, und manches aus dem HC untermischt, Thrash Riffs verwurstet und das Gestell an eine Band wie Slipknot anlehnt. Nur dass sie eben um einige Nuancen heftiger klingen…und diesen BAM!...Effekt haben. Zudem finde ich es sehr erfrischend, dass der sonst so beliebte und allerorts hektische Keifgesang hier einer relativen Bandbreite vokaler Entgleisungen Platz machen muss. Musikalisch legt sich die Band also scheinbar gar nicht so fest und beweist viel mehr ein Händchen dafür, die interessantesten Stücke aus allen möglichen Genres herauszupicken und in ein eigenes Format zu packen. Beinahe alle Songs sind mit spürbarer Aggressivität und einer fast greifbaren Rasanz vorgetragen. Viel Zeit zum durchschnaufen gibt es bei dem angestrebten Tempo nicht und vor allem die Vokalisten liefern sich beeindruckende Duelle bis hin zur totalen Dyspnoe. Möglicherweise benötigt man bei denen keinen Sauerstoff um den Kadaver am Blubbern zu halten. Nur der letzte Song „Faces Of Paradoxical Existence“ hebt sich vom Gesamtbild ab, ist der doch ellenlang, steht auf der Bremse und wirkt eher wie ein erzwungenes „Kunstwerk“ als dass er als Nackenbrecher durchgeht. Nun, das soll dann wohl so sein. Ansonsten knallt das Album eine Granate nach der anderen in die Frontlinie des guten Geschmacks. CORROOSION brechen mit lieb gewonnenen metallischen Umgangsformen. „Punish The Mind“ ist deswegen eher nichts für Traditionalisten, Szene – Frischfleisch wird daran aber Gefallen haben. 7/10

No comments:

Post a Comment