Tuesday, January 12, 2010

HYMEN HOLOCAUST - Hot Love - Cd / Rottel Roll Rex


Morris macht mit seinem Soloprojekt HYMEN HOLOCAUST genau da weiter wo er mit den letzten Tönen von der gleichnamigen Ep aufgehört hat. Und zwar mit tonnenschwerer Harmonizerwalze und der Vorliebe für grauenvolle Buttgereit Amateurfilme. Diesmal widmet er sich dem unsäglichen Kurzfilm Hot Love. Aber thematisch passen perverse Sexgeschichten schon zu einer Musik die alles von C.B.T. über T.D.E.B.N. und noch ne Abkürzung…nee MORTICIAN abdeckt. Das Tempo hält sich in Grenzen und macht die Nummern somit umso gewichtiger. Zudem unterstützt ein höllisch brutaler Sound den positiven Eindruck der Langrille. Natürlich gibt es wenig Abwechslung und das Schlagzeug wiederholt so einiges des Öfteren und wird daher manchmal öde. Bei CLITEATER hatte Morris da einiges mehr zu tun. Aber dahinter versteckt sich ganz sicher kein Unvermögen, muss wohl so sein. Die Gitarrenriffs sind der Hammer, auch wenn einiges bekannt vorkommt. Im Gegensatz zu manch anderer Combo klingt die Klauerei oder zumindest die Ideenbeschaffung gar nicht ungeschickt. „Hot Love“ ist ein Riff - Déjà-vu für Gorefreaks mit Vorliebe für blutige Ohren und schmutzige Unterwäsche! Allein für den Raubzug bei „Punk Rock Pussy“ wird man in weniger konservativen Landstrichen aufgeknüpft. Egal, was soll´s. Am meisten Spaß verbreitet dieses Machwerk, wenn das Tempo richtig runter geht und jeder Akkord wie eine Abrissbirne einschlägt. Viel mehr Worte bedarf es nicht, „Hot Love“ ist simpel und direkt, ohne große spielerische Raffinessen und Überraschungen. Aber mal ehrlich, wer hätte das erwartet und hätte Morris an seinem Hüpf, Gore und Schädel runter Prinzip was geändert, wäre das doch ne verdammte Enttäuschung gewesen. Ne, ne es ist gut so wie es ist. Das Tanzbein darf geschwungen werden und da Buttgereit noch einiges an schlechten Filmen zu bieten hat, dürfte der HYMEN HOLOCAUST Maschinerie so schnell auch das Material nicht ausgehen. 8/10

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