Saturday, January 16, 2010

INVIDIOSUS - The Heterotrophic Harvest - Ep


Diese Band ist offensichtlich auf Rekordjagd. Und das meine ich nicht in musikalischer Hinsicht. Die Band gibt es noch keine 4 Jahre und trotzdem haben dort schon sage und schreibe 23 verschiedene Typen gezockt. So was reicht anderenorts für eine eigene Bürgermeisterwahl. Da dreht sich das Karussell schneller als auf einer hochtechnisierten Melkanlage. Dass dann hinten überhaupt was Verwertbares rauskommt, ist mehr als verwunderlich. Das Werk beginnt mit einem recht handelsüblichen Instrumental und führt uns danach durch 5 weitere technische Death Metal Nummern mit leichtem Hang ins Schwarze. Unterstützt wir das durch gelungenen aber gängigen zweistimmigen Gesang, in etwa wie bei LIVIDITY. Jeder Song hat tatsächlich seine eigenen Highlights, wenn einer brutal dahinknattert und schweinemäßige Vokalakrobatik betrieben wird, ist der nächste melodisch angehaucht oder bedient den Hörer zumindest mit beinahe klassischen Soli. Das angestrebte Tempo wirkt fast wie eine Ochsenpeitsche, die die jeweilige Nummer immer noch mehr antreibt als anfänglich zu erwarten wäre. Allein das angesprochene Instrumental hätte schnell nach hinten losgehen können, versuchen doch normale Bands von Anfang an zu überzeugen.
INVIDIOSUS setzen da scheinbar eher auf den Überraschungsmoment und verprügeln ihre Hörer akustisch erst mit dem zweiten Hieb. Finde ich schon ungewöhnlich, ist aber gelungen. Zu Gute zu halten ist dieser EP auch die Tatsache, dass sich so gut wie nichts wiederholt und das Niveau so anständig hoch gehalten wird. Stellt sich am Ende die Frage, wie eine Band mit so einem Besetzungswirrwar so interessante Songs schreiben kann und vor allem wie lange das Gesamtexperiment überhaupt gut gehen soll. Freunde brutaler und geschickt in Szene gesetzter Klänge sollten sich die Ep angeln, bevor der Kahn absäuft! http://www.myspace.com/invidiosus 7/10

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