Sunday, February 28, 2010

BLOOD OF THE BLACK OWL – A Banishing Ritual - Cd / Bindrune Recordings



Oh Mann, noch so eine Doom Combo mit riesigen Soundkulissen, viel Getöse und wenig gängiger Mucke. Das für Musik verkaufte Klangkonzept bewegt sich mit der Heftigkeit und Energie einer Schildkröte die gewillt ist, ihr Salatblatt, dass nur einen Meter vor ihr liegt noch diese Woche zu erreichen. Aber zumindest ist das Gebrutzel nicht ganz so langweilig, wie das weiter unten beschriebene und Gitarre gibt es auch. Die ist schön schwer und tatsächlich echter Doom, düster, fies, nihilistisch, so wie es sein sollte. Das Plektron verhakt sich ca. 5 Mal pro Minute widerwillig beim Vorbeiflug in den Seiten. Die Kompositionen sind weitestgehend nachvollziehbar, verbreiten eine ziemlich staubig Atmosphäre und hinterlassen den Eindruck, in einem Spukhaus ohne Ausgang gefangen zu sein. So entpuppt sich BLOOD OF THE BLACK OWL mehr als ein Soundtrack zur Apokalypse denn als echtes Stück Metal. Fette monotone Keyboardteppiche, donnernde Percussions, ständig steigender Spannungspegel und herzlich wenig Gesang sind die zentralen Bausteine einer Klangwelt die sich wie durch gallertartigen, zähen Nebel bewegt. Genau genommen könnten die Songs in 4 Minuten durch sein und würden nicht mal für eine Ep reichen, aber die Musiker lassen sich einfach verdammt viel Zeit. Entweder sind die in einer Zeitschleife gefangen oder die haben das beste Dope der letzten Dekade. „A Banishing Ritual“ besteht aus vielen experimentellen Segmenten und einer Spur Metal, die die inneren Dämonen der Musiker an das Tageslicht gebracht haben und wenn die selbst an die zerstörerische Wirkung ihrer psychischen Ergüsse glauben, dann hat jeder von denen entweder 10 verschiedene Väter die in der Irrenanstalt gemeinsam mit der Oberschwester geduscht haben oder das amerikanische Schulsystem hat ein paar Außenseitern arg zugesetzt. So oder so ist dieses Album recht ungewöhnlich und Menschen mit Suizidgedanken ans Herz zu legen (um Sozialämter und Krankenkassen zu entlasten) Das Label bewirb die Scheibe mit Vergleichen zu CELTIC FROST und NEUROSIS, das sollte mit Vorsicht genossen werden. Ich kann´s nach mehreren Versuchen trotzdem ganz gut leiden und verteile 6 großzügige und selbstmörderische Punkte.

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