Thursday, February 25, 2010

NECHOCHWEN – Azimuths Of the Otherworld Cd / Bindrune Recordings


NECHOCHWEN ist kein Metal Album im klassischen Sinne, sondern verlegt sich zu einem großen Teil auf unglaublich weit gefächerte akustische Gitarrenparts, die atmosphärisch, irrsinnig talentiert und durchdacht gleichzeitig vorgetragen werden. Genau genommen bin ich stark beeindruckt von der Vielfältigkeit und dem Ideenreichtum des gesamten Werkes. Über weite Strecken machen die Songs einen beschaulichen und folkloristischen Eindruck mit Themenschwerpunkt Indianermythen Nord/Ost – Amerikas, sollte mich nicht alles täuschen. Wenn es dann jedoch zu echtem Metal kommt, dann ist der 100 Prozent BATHORY. Und zwar konzentriert sich die Musik auf ganze 3 Alben, „Blood, Fire Death“, Hammerheart“ and Twilight Of The Gods“. Und auch hier gelingt überraschendes, die Stimmung der Alben wird 1 zu 1 eingefangen, ohne wirklich viel zu klauen. Ja gut, Sound, Arrangements und Gesang leugnen ihre Quellen nicht, die Songs stehen trotzdem für sich. Gesamtheitlich betrachtet, haben wir hier ein großartiges Album für Leute, die nicht generell was auf die Mütze brauchen und auf Qualität bestehen. Sehr gutes Teil, Auch wenn’s wenig rockt und knallt, Laune macht es trotzdem, ist weniger was zum toben, eher was zum zurück lehnen. NECHOWEN bedeutet „alleine gehen“, kommt aus dem nordamerikanischen Idiom der Delaware und verrät zumindest schon mal, dass sich hinter NECHOWEN lediglich eine Person versteckt. Jemand der mehr Ideen im Kopf hat als eine alte Frau Fettaugen auf ihrer Hühnerbrühe und zudem klassische Gitarre studiert hat, was dem Album sehr zu Gute kommt. „Azimuths…“ strotzt vor Musikalität und sollte unbedingt angecheckt werden. Löblich auch, die eigene lokale Geschichte aufzugreifen und so gekonnt akustisch fest zu halten. Das Projekt wird mit Black Metal im weitesten Sinne beworben, ein Begriff, der mir in diesem Zusammenhang eher unpassend erscheint. Fazit, keine Chance bei Rockland, eher noch Radio Figaro. 9/10

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