Friday, March 19, 2010

VIOLENT HEADACHE / NECROMORPH - Split Cd / FDA Rekotz


VIOLENT HEADACHE fangen schwergewichtig und riffbetont an, belassen es dann im weiteren Verlauf bei punkigem, zumeist auf 3 Akkorde limitierten Old School Grindcore.
Der ist nicht unbedingt aufregend aber souverän und sorgt durchaus für Schädelbrummen.
Altbekanntes und nicht immer innovatives wird in kurzen Nummern zusammen gedroschen und sorgt genretypisch für recht gute Unterhaltung. Geht halt nicht über das übliche Maß des zu erwartenden Grindgebolzes hinaus, würde ich aber trotzdem gelten lassen. Bei einer Band, die an die 20 Jahre Lärm produziert, könnte durchaus auch mehr drin sein. Auf der anderen Seite zeugt deren Musik von Beständigkeit. Könnt ihr sehen wie ihr wollt. Nur negativ sollte das keiner auffassen, egal aus welchem Winkel es betrachtet wird, denn die Jungs sind handwerklich, entsprechend der Musik die sie verzapfen schon recht fit. Hat Phasenweise was von MALIGNANT TUMOUR, wenn´s denn mal etwas rockiger zugeht (“Burn“). Wer auf Obscene extreme Vormittagsbands steht ist mit VIOLENT HEADACHE sehr gut bedient. Beschwingte Töne zum, Frühstücksbier bei Sonnenschein.
Bei NECROMORPH klingt das alles schon eine Spur aggressiver und auch wesentlich schneller und hektischer. Grindcore, auf den ersten Blick als wüstes Gekloppe verkauft, zeigt bei genauerer Inspektion doch passable Strukturen. Auch das ist generell nicht so umwerfend, dennoch anständig gespielt und die partiellen Ausflüge in die Death Metal Branche tun der Sache ganz gut. Im Vordergrund steht aber auch hier Old School Grind, der im Gegensatz zu VIOLENT HEADACHE jedoch ein ganzes Stück variabler und interessanter zusammen gerührt ist. Auch kurze klassische Metal Solis sind zu vernehmen und lockern das Klanggebilde zusätzlich auf. Wie gesagt, auch NECROMORPH stellen sich nicht der hehren Aufgabe den Rockolymp zu besteigen, verkaufen ihren Part der Cd dennoch ausgesprochen gut. Etwas überraschungsarm aber handwerklich sicher und unterhaltsam und mit angemessener Tempoverschärfung.
Fazit: Wenn schon kein echter Killer so doch eine solide Vollbedienung. Ganz gut gelungen.
6/10

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