Thursday, April 8, 2010

DEATHBOUND - Non Compos Mentis - Cd / Dynamic Arts


DEATHBOUND hämmern mit ihrem neuen Album ein typisches skandinavisches Death/Grind Eisen, mit dem Sound den diese Musik verdient hat. Die Musik ist roh, kompromisslos, schnell und direkt. Wenn man die ungezwungene Brutalität von VOMITORY mit der atmosphärischen Dichte von DISMEMBER und dem ansprechenden Chaos von NASUM kreuzen würde, dann würde der so erzeugte Bastard diese Band ganz gut beschreiben. Die Songs sind tatsächlich so dicht beisammen, der Basssound lässt tatsächlich jeden Muskel vibrieren, dass das Album mit einem Rutsch durch ist und einige Narben hinterlässt. Und auch wenn ich auf „Non Compos Mentis“ kein echtes Highlight entdecken konnte, ist es rundum gelungen, macht Spaß und reicht locker für ein Bündel Muskelrisse. Die Gitarre kommt oft bleischwer rüber, ist aber problemlos in der Lage eine eher technische Richtung einzuschlagen (selten, aber nicht unwahrscheinlich) oder auch ganz ungezwungen zu grinden. Dem allen kann der Rest des Instrumentariums inklusive Gesang ohne viel Aufwand folgen. Sicher hätte es der Band gut gestanden, ihre Nummern etwas zu variieren, öfter mal den Fuß vom Gas zu nehmen und nach richtigen Aha – Momenten zu suchen. Aber es steht uns wohl kaum zu, daran zu nörgeln, schließlich muss eine Band hinter dem Ergebnis ihrer durchzechten Nächte stehen und damit leben, welchen Anklang deren Baby im Endeffekt beim Fan/Käufer findet. Und so erscheinen DEATHBOUND als lauter, hektischer und schmerzfreier Haufen ohne Berührungsängste zurück auf der Bühne. Und mit dem was sie hier geschaffen haben, müssen die 3 Finnen nicht hinter dem Berg halten. Sollte jemand von euch mit rotzig, dreckigem Geprügel Spaß haben wollen, bitte schön, hier gibt es eine amtliche Portion davon!
7/10

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