Monday, April 12, 2010

NOMINON - Monumentomb - Cd / Deathgasm Records



Das 4. Studioalbum der Schweden bietet das, was zu erwarten war. Totalen Old School Death Metal. Roh, kalt, düster, schwarz und über weite Strecken primitiv. Insgesamt finde ich die Aufnahmen nun nicht unbedingt spektakulär aber doch gelungen. Und vor allem von den Schleifsteinen der Zeit völlig unberührt. Die knüppeln ihr morbides Zeug runter, als gäbe es kein Morgen. Auch der neue Sänger Henke Skoog von den begnadeten EVISCERATED passt prima in das Konzept der Band, klingt seine Stimme doch auf diesen Recordings unglaublich rau und fies, erinnert manchmal sogar an Cronos. Ansonsten ließe sich das Album vielleicht mit UNLEASHED vergleichen (deren letztes Album mal ausgenommen). Ausrichtung, blasphemischer Anstrich und Sound passen da ganz passabel zusammen. Monumentomb beinhaltet auch ein paar Highlights, wie „Mountain Of Hate“ und den Nackenbrecher „Wrath Of Shiva“, bei dem die Vocals untypisch brutal und tief angesetzt sind. Auch hat dieser Song an sich eine brutalere Ausrichtung, was vielleicht auch der Grund ist, dass er ans Ende der Scheibe gesetzt wurde. Jedenfalls hat er das Potential, die feindlichen Stellungen unaufhaltsam zu überrollen, wie ein dreckverkrusteter (wahlweise) T 34 oder Tigerpanzer.
Bei „Mountain Of Hate“ schnarrt der Bass herrlich und unterstützt die tiefer gelegten Gitarren mit komfortablem Sound. Nur das Schlagzeug scheint mir bei dem einen oder anderen Song etwas deplaziert, liegt vielleicht auch am Endmix. Der ist generell aber anständig.
NOMINON malen einen Todesengel mit gebrochenen Flügeln in die Asche toter Vulkane und versinnbildlichen ein Höllenszenario auf dem welkenden Boden von Mutter Erde. Na ja, innovativ ist möglicherweise was anderes, aber NOMINON sind szeneverwachsen und deshalb nehme ich denen das Album auch ab. Unschön, unharmonisch, 100 Prozent Death Metal Underground mit nur kleinen Macken. 7 /10

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