Tuesday, April 27, 2010

ONCE GODLIKE - Demo 2010


Der Bandname scheint etwas vermessen, jedenfalls in Anbetracht der musikalischen Ergüsse. Selbige bewegen sich zwischen Death und Black Metal und enthalten ansprechende Killerparts so wie auch infantiles Geschrubbe. Die Songs sind also zum einen interessant gestaltet und haben das Potential amtlich in den Nacken zu schlagen, beinhalten aber auch Riffs, die sich im Proberaum verstecken sollten. Da werd ich nicht ganz schlau draus. Generell betrachtet muss ich der Band aber schon zugestehen, dass sie für viel Abwechslung sorgen, eine gewisse Atmosphäre transportieren und sowohl düster als auch brutal spielen können. Vielleicht sind sie der Zeit auch voraus und haben das Schubladendenken hinter sich gelassen, dann wären diverse Stilbrüche und songtechnische Eigenheiten legitim. Die stärkeren Momente, ich trau es mich kaum zu sagen, haben die schwarz angehauchten Phasen in denen das Kreuz auf Kopf hängt. So manches brutale Death Metal Riff ist aber auch nicht ohne. Zwischendurch gibt es nur immer mal wieder bedauerliche Einbrüche, die Schwung und Glaubwürdigkeit etwas ankratzen. Das Demo ist insgesamt betrachtet aber durchaus ansprechend, muss ich gar nicht dran rumdeuten, das Schlagzeug zum Beispiel hat den entsprechenden Prügelfaktor und klingt sehr versiert. Fakt ist aber auch, dass da noch einiges nachzuholen bleibt, ich zweifle jedoch nicht daran, dass die Jungs bei ihrem Potential in der Lage sind noch einige Schippen Kohle in die Glut zu schaufeln. Dieses Release enthält 5 Songs, die wie ein Weihnachtsgeschenk in ein Gesamtkonzept mit diversen akustischen Einschüben und Spielerein verpackt sind. Der Sound ist zu dünn. Der Mankos sind die Musiker sich scheinbar auch durchaus bewusst, sagen sie doch selbst von sich, dass sie noch nicht am Ziel sind. Das rechne ich mal positiv an und bin gespannt, was da noch so kommt. Für eine anständige Portion brutalen Radaus reicht es bisher aber ganz sicher! www.myspace.com/oncegodlike
6/10

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