Friday, April 23, 2010

WITCHSORROW - Witchsorrow - CD / Rise Above Records


Bei WITCHSORROW handelt es sich um 3 junge Menschen mit Hang zu alter Musik und zwar zu Doom Metal in seinem ursprünglichsten Sinn. BLACK SABBATH schwappt an allen Ecken wie flüssiges Bitumen aus den Poren der Instrument. Langsam, zäh, und unaufhaltsam tödlich. Allem Modernen widerstrebend schafft es die Band ein wahres 70er Jahre Feeling aufzubauen und den Vätern der Szene näher zu kommen als das gewöhnlich bei so gearteten Bands der Fall ist. Natürlich ist das genregegeben über weite Strecken unglaublich monoton, der Gesang nervenzerrend (löblicherweise ohne gegrunztes Erscheinungsbild) und der Sound so was von bassbetont, dass deren Studio irgendwo im 5. Sublevel des heimischen Kartoffelkellers liegen muss. Und trotzdem schaffen die 2 Jungs plus Mädel es immer wieder ihr Schneckenhaus kurzzeitig zu verlassen und die Sonne in ihre spinnennetzverhangene Katakombe zu lassen, die Ratten aus den Schatten zu scheuchen. So erinnert der Beginn von „The Trial Of Elizabeth Clarke“ peripher an eine langsame Version von Iron Man. Außerdem tun diverse Tempoverschärfungen (alles im Rahmen selbstverständlich) dem Gesamteindruck recht gut. Dadurch wird „Gomorrha“ zum Glanzstück und Mittelpunkt des selbst benannten Albums. Auch wenn die 5 Songs und ihre ¾ Stunde Spielzeit kaum groß Fuß auf dem schlüpfrigen und harten Boden der Metalwelt fassen werden, da der Schublade die große Lobby fehlt und die Band selbst sicher nicht den Grand Prix der Innovation gewinnt, so ist trotzdem ein gelungenes Debüt heraus gekommen, das weder langweilig noch belanglos ist und an die gute alte Zeit erinnert, als der Markt noch überschaubar war. WITCHSORROW ist eine ziemlich coole Doom Band, die jedem Nihilisten ein wohliges Schauern über den Rücken jagen kann und ihn veranlasst im Geräteschuppen nach der Schaufel zu suchen um das Leben generell mit Graberde zu bedecken. 7/10

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