Tuesday, May 11, 2010

NECROMANDUS - Orexis Of Death and Live - Cd / Rise Above Relics


NECROMANDUS winken mit staubigem Outfit aus den Analen der Zeit. Vergleichbar mit BLACK SABBATH bei den rockigen bis doomigen Parts legen die Musiker ein anständiges Brett hin. Jedenfalls gemessen am Aufnahmejahr des Originals 1973. Leichtfertig mit psychedelischen Klängen abgetan, würde man so was heute als progressiv bezeichnen. Nur das eben die instrumentalen Möglichkeiten der Stromgitarrentechnik noch nicht so ausgefeilt waren. Das Prinzip ist das gleiche, oftmals schräg und unkonventionell abseits ausgetretener Pfade. Und so läuft viel über akustische und beschaulichere Parts die manchmal was von LED ZEPPELIN aber durchaus auch von JETHRO TULL haben. NECROMANDUS bewiesen schon damals, das Rock Musik aus mehr als 3 Akkorden besteht, innovativ sein kann, kompliziert, melancholisch, schwer und trotzdem beschwingt auftreten darf. Vielschichtigkeit und Anspruch, mehr zum Hinhören als zum Toben und Saufen. Genau genommen ist die Rille heute jeden Kratzer wert und durchaus zu empfehlen. Der zweite Teil des Albums besteht aus einem Konzertmitschnitt bei dem sich einige Songs doppeln und der Sound doch arg dürftig ist. Aber ist halt bald 40 Jahre alt und somit bleiben kaum Wunder zu erwarten. Gemessen am Alter ist das dann schon anständig. Der Sound der Studiostücke wurde natürlich auch aufgebügelt und der ist erste Sahne. Seiner Zeit hat deren Musik möglicherweise Staub aufgewirbelt und die Band hätte eine nicht zu leugnende Existenzberechtigung gehabt, wären sie am Ball geblieben. Heute hört man so was gepflegt nostalgisch im heimischen Wohnzimmer und streicht über das kahl gewordene Haupt, das einst wallendes langes Haar bedeckt hat. Fazit: angenehme Zeitreise!

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