Tuesday, June 8, 2010

DESOLATEVOID - THE LAST VAN ZANT - THE PARISH - 3 way split / Crimes Against Humanity Records


Alle 3 Bands bieten eher ungewöhnliches und beinahe nicht massenkompatibles. Darin liegt wohl der Reiz der Geschichte. Gespielt wird ein gewaltiger bis monströser Mix aus Grind, Sludge, und Doom. DESOLATEVOID eröffnen den Reigen mit dieser eigenwilligen Mixtur, packen noch jede Menge Groove und etwas Melodie hinein und fertig ist die simple und schmerzhafte Ohrfeige musikterroristischer Unterhaltungskunst. Hier und da ein paar Solos, recht gewöhnliche Growls und manchmal hektisches Gekreische runden den Spaß ab. Gitarre und Gesang stehen scheinbar ständig im Grabenkrieg, wo der 6-Saiter eine markantes bis blusigse Muster strickt und selbiges konstant in allen Songs verteilt, werden es von den manchmal scheinbar panischen Vocals wieder aufgedröselt. Letztendlich passt das aber doch zusammen und hinterlässt einen sehr guten Eindruck. THE LAST VAN ZANT sind da teilweise etwas hektischer, weniger eingängig. Der Sänger hangelt sein Geplärre in feinster punkiger Crustcoreweise über die Songs hinweg. Die Stücke haben ebenfalls einen punkigen Unterton, sind primitiv gestrickt und kämen wahrscheinlich auch mit 3 Akkorden aus, ohne ihre Schlagfertigkeit zu verlieren. Die Band bleibt nicht ganz so gut im Ohr hängen, wartet dafür mit einem Stückchen mehr Aggressivität auf und macht so die fehlende Innovation wieder wett. Einfach, etwas monoton, wenig große Momente und trotzdem ganz gut gelungen. Wer auf hektischen Scheiß steht der wird noch ganz anständig bedient. Und das Beste kommt zum Schluß: THE PARISH haben nur 2 Stücke in petto. Die gehen dafür ne gute 1/4 Stunde und sind viel mehr in Richtung Doom und Sludge orientiert als ihre Vorgänger. Fette Riffs und tonnenschweres Getöse sind deren Kernaussage und erinnern an eine Band wie WINTER. Ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber zumindest den inoffiziellen Titel als Heavyweight - Champion dieser Scheibe tragen sie nach Hause. "Dark Days" ist ein reiner Lavastrom, unglaublich heftig, purer Nackenschlag mit großem 70er Jahre Sabbath Feeling.
Fazit: Diese Split lohnt sich für all jene die Unterhaltung abseits ausgetretener Pfade suchen und trotzdem nicht von ihren Gewohnheiten lassen können.
8/10

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