Thursday, June 17, 2010

EZURATE - Eve Of Desecration – Cd / Rotting Corpse Records



EZURATE aus Chicago verkaufen sich gern als US Black Metal, fahren aber mit ihrer Musik unruhig im Fahrwasser skandinavischer Größen wie MAYHEM und DARK THRONE. Aber das sollte ihnen ja nicht zum Schlechtesten gereichen. Das neue Album präsentiert eine konsequente Fortsetzung zum 2008er Vorgänger „An Ending To Revelations“ und beinhaltet 15 zumeist auf Highspeed getrimmt schwarze Bretterknaller, die dem Gehörnten einen Steifen garantieren. Die Gitarre klingt dabei recht schrill, der Angepinselte dahinter verkauft sich aber durchaus geschickt, kann gute Atmosphäre aufbauen und frickeln wie der Höllenlord höchstpersönlich. Aggressiv aber auch überraschungsarm sind 2 Adjektive die sich auf „Eve Of Desecration“ gegenüber stehen. Wenn auf der einen Seite aus allen Rohren Gift und Galle in die Lava gekotzt wird und keine christliche Seele am Horizont mehr zu entdecken ist, so bleibt die Musik an sich kalter Kaffee der des Aufwärmens beinahe nicht mehr lohnt, da jeder so einigermaßen weis, wie er schmeckt. So ein paar individuelle Ideen hätten der Scheibe gut getan, das nicht abrücken können von vorgegebenen Mustern gibt dem eigentlich guten Songs einen faden Beigeschmack von abgestandenem Höllensud. Schade eigentlich, denn technisch haben die 3 dicken schwarzen Typen mit den blassen Gesichtern gut was auf dem Rost und verkaufen sich etwas unter Wert.
So schlachten sie die Unschuld mit gehetzter Gitarre, Marschrhythmen verbreitendem Schlagzeug, verhaltenem Bass und gewöhnlichem Gekeife dahin. Alles nicht übel, dezenter Einsatz von erahnten Melodien und Keyboardheimlichkeiten tun ihr übriges. EZURATE können schon was, wie erwähnt besonders der Gitarrist,und machen letztendlich auch ein gutes Album mit ihren Fähigkeiten, aber die ganz spitze und lange Pommesgabel ist es leider nicht, auch wenn ich glaube dass die Kerle das Rüstzeug dafür haben.
6/10

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