Tuesday, June 22, 2010

SERENITY DIES - Hacksawcracy - Mcd



SERENITY DIES stehen für puren 80er US Thrash Metal, halten große Stücke auf alte Metallica, bekommen prominente Unterstützung von Anthrax´s Rob Caggiano, arbeiten mit Produzent Anssi Kippo und lassen bei Gavin Lurrsen mastern. Das muss alles Unmengen gekostet haben und ob sich das tatsächlich rentiert ist wirklich fraglich. Zum einen ist jeder Song vorausschaubar, da SERENITY DIES (kommen übrigens von den Malediven, bekommen aber keinen Exotenbonus) generell viel zu dicht an ihren Faves dran sind um eine wahrnehmbare eigene Identität zu vertreten. Außerdem sind die Songs doch etwas dünnwandig und absolut nichts Besonderes. Desweiteren nehmen die häufig melancholisch wirkenden, cleanen Gesangsparts immer wieder den Druck aus den Songs. Wenn ich dann so eine Nummer wie „Blood Serenade“ höre, dann ziehen sich mir die Bumpern zusammen und es schmerzt unterhalb des Bieräquators, das ist so eine verheulte Halbballade zwischen DREAM THEATRE und MEGADETH, auch wenn perfekt vorgetragen absolut nichts sagend und inhaltsarm. Ich habe das Gefühl die wollten viel und erreichen wenig. Nicht dass wir uns falsch verstehen, qualitativ haben die das absolut drauf, sind hörbar gute Musiker und die Produktion ist super (alles andere wäre rausgeschmissenes Geld gewesen), aber bei allem Talent und dickem Geldbeutel haben sie es noch nicht raus richtig in den Arsch zu treten, mal zu zeigen wie die Post abgeht. „Hacksawcracy” ist trotz aller guter Ansätze und hoher Erwartungen schlichtweg nervig bis langweilig. Schade eigentlich, aber es hat den Anschein als würden alle Bemühungen der Band, den großen Sprung zu schaffen, schnell wieder verpuffen. Und warum müssen die eigentlich selbst veröffentlichen, wenn die doch so großen Support auffahren? Also, Drumherum ganz großer Bahnhof und drinnen Bimmelbahn. Ja, ja, mag etwas überzogen sein, aber um wirklich zu überzeugen müssen die noch einige Schippen nachlegen!
4/10

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