Monday, July 12, 2010

BLASPHERIAN Allegiance To The Will Of Damnation Cd / Deathgasm Records


Diese Aufnahmen erscheinen mir wie ein untoter Blutsauger der trotz diverser Widrigkeiten immer wieder den Sargdeckel beiseiteschiebt. Im Original als Mlp erschienen erfreut sich Blaspherian´s etwas tumber und trockener Death Metal seiner 2. Reanimation. Diesmal im Vorfeld der im Herbst (glaub ich) erscheinenden neuen Scheibe. Zusätzlich ist noch ein olles Proberaumdemo mit dem unheilschwangeren Namen „ Sumoning Of Infernal Hordes“ hinten dran gepappt. Nettes Beiwerk, aber eher unnötig. Auf der anderen Seite gibt es wenigstens etwas mehr für die Kohle. BLASPHERIAN ist reinweg nur was für Leute die den Gong noch nicht gehört haben und rigoros auf amerikanischen Old School Death Metal stehen. Nun ja, und jene kriegen etwas schrammlige, ungehobelte und rohe Riffmassaker vor den Latz geknallt, dass sich die Krawatte aufstellt. So was nennt man nicht innovativ sondern konsequent und klingt nach Incantation und so Zeugs. Die Texaner reichen zwar noch nicht an die Klassiker heran, aber immerhin rumpelt es anständig in der Kiste. Das funktioniert wie ein zu schwer beladener Güterzug, der zwar nie richtig Tempo auf nimmt, aber beständig Fahrt macht und immer in der Spur bleibt, jede Steigung mit hörbarem Keuchen und Schweiß auf der eisernen Stirn nimmt. Blaspherian haben das Gaspedal bisher nicht gefunden, wahrscheinlicher noch ist, dass sie gar nicht danach suchen. So stampfen sie mit gängigen aber guten Mid – Tempo Nummern durch den Set und könnten so manch angegrautes Fossil mitreißen. Zugegebenermaßen ist das letztendlich aber auch etwas fade, wenn nicht sogar langweilig und ihr müsst schon mehr als einen Fuß in der Tür alter totmetallischer Klänge haben, denn Blaspherian sind frei von jedweder Technik und gewiss auch nicht die großen Songwriter, die stehen eher für schmucklose Härte. Müsst ihr selbst wissen, ich find´s passabel aber sicher gewiss nicht umwerfend. 5/10

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