Friday, July 2, 2010

GRAVEHILL Rites Of The Pentagram Cd / Ibex Moon


Ich glaube als sich der dunkle Schöpfer den Death Metal aus seiner schwarzen Seele geschrieben hat, muss er an eine Band wie GRAVEHILL gedacht haben. Deren Musik kommt dem ursprünglichen Gedanken von Tod und Vernichtung in seiner musikalischen Form verdammt nah. Die Songs sind primitiv, unglaublich roh und alles andere als filigrane Perlen brutaler Unterhaltungskunst, von Technik ganz zu schweigen. Ganz im Gegenteil rumpeln die Stücke herzerfrischend sperrig aus den Boxen, triefen vor blasphemischen Anleihen aus der Black Metal Szene, so dass Kreuze zu Hauf kippen und Blut in Gallonen über die Altarsteine des Antichristen fließt. Die Midtempo – Walzen funktionieren Eine wie die Andere nach Schema F was aber gar nicht so schlimm ist, sondern sowohl für zügellose Nostalgie als auch für rüde, grenzenlose Unterhaltung sorgt. GRAVEHIL steht für Blut. Leder, Nieten und sämtliche Klischees die heute oftmals peinlich sind und die trotzdem der Inbegriff von Metal bleiben. Zudem gelingen ihnen Songs, die seinerzeit Acts wie MASTER und vielleicht POSSESSED geschrieben hätten, von den Strukturen her eher an der frühen skandinavischen Szene dran sind als an dem was wir aus den Staaten gewöhnt sind. GRAVEHILL bringen uns mit dieser Scheibe an die Quelle der tödlichen Wahrhaftigkeit zurück und gewähren uns eine Kostprobe extremen Labsals. Und das läuft runter wie heißes Blei, verbrennt sämtliche Geschmacksverirrungen und lässt uns die Wahrheit erkennen…Death Metal ist eine Lebensart ohne Wenn und Aber. Und dazu bieten GRAVEHILL den schnörkellosen Soundtrack! Mucke von engstirnigen, Scheuklappen – tragenden Wahnsinnigen – Irre!
„Rites Of The Pentagram“ ist im letzten Jahr bereits erschienen, die neue Version von Ibex Moon wartet aber zusätzlich noch mit der „Metal Of Death“ Ep auf und sorgt so für lange Spielzeit, ohne Angst vor trögen Stumpfsinn.
9/10

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