Friday, July 16, 2010

HUMANGLED Fractal Cd / Abyss Records


HUMANGLED versuchen sich auf ihrem neusten Album an durchweg klassischem Mid – Tempo Death Metal, der von seiner Rhythmusgebung und Direktheit oftmals was von MASTER hat, wohingegen das Songwriting eine ganze Spur progressiver ist und eher an DEATH erinnert. Das aber ohne zu viel Technik und vor allem unter Weglassung verfrickelter Solis. Die Band hechelt also wenigstens keinen Trends hinterher. Jeder Song hat einen eigenen Grundgedanken, ein eigenes Gerüst um den sich dann jeweils um die 4 Minuten brauchbarer Death Metal spinnen. So gleicht auf den ersten Blick kein Stück dem anderen. Es hätte der Band aber ganz gut gestanden, würden sie ab und an mal richtig Gas geben, oder den Songs in anderer Art und Weise etwas mehr Schwung auf den Weg mitzugeben, vielleicht mal ein Mörderriff zu schreiben, irgendwas knackiges, markantes, denn so bleibt das Ganze sehr transparent, ja berechenbar. Das mag vielleicht nicht schlecht sein, birgt aber die Gefahr schnell in Langeweile umzuschlagen. Die vereinzelten cleanen Choruspassagen finde ich zudem misslungen, die instrumentale Umsetzung des Albums hingegen steht auf sicheren Füßen. „Fractal“ rauscht zumindest bei mir durch ohne Highlights zu setzen und am Ende bleibt trotz angenehm brutalen und heftigen Tönen wenig hängen. Und genau genommen haben die Jungs es auch nicht wirklich geschafft einen echten Hammer zu schreiben, dazu fehlt ihnen das Gespür für die richtig großen Momente. Auch wenn das Album straff angelegt ist und über weite Strecken anständige Musik bietet die sich nicht mit zu viel selbstverliebtem Stolz herum prahlt, und auch wenn der Sound sehr satt und druckvoll ist, weil Dan Swanö das Mastering übernommen hat, ist „ Fractal“ doch nur ein Produkt das in der weiten Masse ähnlich gelagerter, durchaus guter Produkte seinen Platz finden wird. Niemals aber wird so ein Album den großen Sprung schaffen. Wenn die Band das aber erst gar nicht beabsichtigt hat und hinter dem eigenen Sound steht, dann sind kleinere Aussetzer auch zu verzeihen und der Band aufrichtiges Engagement und Spaß an der eigenen Sache zu attestieren. Gut, aber nichts Besonderes! 6/10

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