Wednesday, July 21, 2010

WAN Wolves Of The North Cd / Abyss Records


WAN stolpern mit satanischem Old School Black Metal und syntetischem Drumcomputer durch einen oft stockenden Set. Die Pfade die die Schweden betreten sind aber so was von ausgelatscht, dass die schon selbst darüber stolpern. Musikalisch ist das vielleicht was für Fans früher BATHORY und VENOM. Richtig Aufregendes haben die 3 Knaben nicht zusammen bekommen, einzig wichtiger Akzent schein drauf dreschen zu sein und so viel Kälte und Hass zu erzeugen, bis das der Atlantik einfriert. Ist irgendwie billig und holperig bis langweilig, zudem an Simplizität kaum zu übertreffen. Dazu benötigt es bestimmt keiner großen musikalischen Erfahrung, wer sein Equipment die Kellertreppe runter wirft, erhält akustisch ein vergleichbares Ergebnis. Auf der anderen Seite waren „ Under The Sign Of The Black Mark“ und „Black Metal“ auch grauenvolle Alben, sind heute jedoch zu recht Kult und haben ein ganze Szene aus dem Boden gestampft. So weit reicht der Spaß bei WAN natürlich nicht, dafür kommen sie einfach mal eine Generation zu spät. Und ich bezweifle auch, dass sie ohne ihre Vorbilder dieses Album auf den Weg gebracht hätten, denn die Klassiker tropfen an allen Ecken durch und haben WAN über Gebühr beeinflusst. Am interessantesten (rein atmosphärisch, nicht musikalisch) dürfte da noch „Ulvhall“ sein, eine gesetzte, recht monotone Nummer, die eindeutig ein Quorthon – Klau ist, zumindest von der Grundidee. Und auch in vielen anderen Songs lässt sich der berüchtigte Bathory – Rhythmus nicht so einfach wegradieren. Das muss natürlich nichts schlechtes sein und wenn bei der Umsetzung mit eigenen Innovationen jongliert wird, umso besser. Aber das ist hier nun mal nicht der Fall, denn „Wolves…“ ist einfach nur dreist gestohlen und stumpf und ohne Inspiration zusammen geschustert. Viele Passagen klingen ungeschickt und dilettantisch vorgetragen, so dass es ratsam wäre, wenn die Band etwas mehr Zeit im Proberaum, oder wo auch immer der Quark zusammen gerührt wird, verbringen würden. Könnt ihr gut drauf verzichten, da gibt es mit Bestimmtheit zahllose bessere Bands. 3/10

No comments:

Post a Comment