Thursday, August 26, 2010

THE AUTUMN OFFERING - The Autumn Offering - Cd / Victory Records


Seltsamer Bandname, was soll das sein, kommt das postwendend nach summer – sale, sind die günstiger oder attraktiver wenn die Blätter braun und die Sonnenstunden rar werden? Wollen die uns suggerieren, dass sie unsere Herbstdepressionen zu Vorzugspreisen abnehmen und mit aggressiver Musik Selbstmordgedanken vertreiben? Wenn das mal gut geht. Entstanden aus einer Collegeband kommen die seltsamen Amerikaner heuer mit ihrem bereits 5. Album um den Block. Dabei erscheinen sie mir wie eine Gelddruckmaschine mit zu gut geschmiertem Getriebe, erschien das letzte Album doch erst im Vorjahr. Das bedeutet entweder, die haben ausreichend Zeit oder viel Kreativität, im besten Falle beides. Und auch auf dieser selbst betitelten Scheibe passiert so einiges, mischt sich doch Metalcore ganz angenehm mit Melodic Death Metal, hohem Tempo und kitschfreier Verspieltheit. Gute Technik, schicke Solis und schnittige Riffs machen einen flotten, positiven Eindruck. Dabei fallen die rohen Growls des Fronters angenehm auf. Ebenfalls gut zu Gesicht steht das sehr dezent eingesetzte Keyboard, das lediglich eine etwas morbide aber auch künstlich aufgesetzte Atmosphäre garantieren soll. Weniger gelungen sind die teils cleanen Vocals, vor allem aber die aufgezapften Chorus Gesänge, die nicht so wirklich homogen klingen und somit gar nicht zu den ansonsten guten Songs passen wollen. Soll wohl für Abwechslung und open - minded Attitüde sorgen, von mir aus sollen sie nur. Musikalisch passen sie ins Raster von Victory Records und wer das Label kennt, weis was er zu erwarten hat, staubfreien, frischen und modernen Metal, dessen Essenz weder Lederkutte noch lange Matte sind, beides aber auch nicht missachtet. Stückchenweise erinnert mich das hier auch an ILLDISPOSED, nur sind THE AUTUMN OFFERING bei weitem nicht so cool und abgeklärt. 11 nicht durchweg umwerfende aber trotzdem gute Songs später bleibt nunmehr auch nach 5 Alben ein über weite Strecken überzeugender akustischer Auftritt haften.
7/10

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