Tuesday, August 3, 2010

GRAVE Burial Ground Cd / Regain Records


Mal ehrlich, was wollt ihr über und von GRAVE hören, was soll ich euch eigentlich erzählen. Fakt ist doch eins, wenn vorn GRAVE drauf steht, kommt hinten nicht Epica und Iron Maiden raus. Den Herren ist es natürlich auch diesmal gelungen, eine typische Hausmarke zu setzen, sich stilistisch treu zu bleiben ohne eine fade Selbstkopie abzuliefern. Sicher ist dabei nicht alles gnadenlos brutal und überzeugend, diese Scheibe wird die Szene nicht revolutionieren, aber wer selbige schon als Baby in der Wiege geschaukelt hat, darf die Arbeit jetzt anderen überlassen und sich dem widmen was Spaß macht. Und das scheint mir nur eins zu sein, roh und unprätentiös auf die Felle zu prügeln. Bei all den technischen, progressiven und modernen Auswüchsen im Death Metal müssen sie trotzdem noch keine Angst haben, fossiler Versteinerung und Stagnation anheim zu fallen. Der Sound ist angenehm schwer, die Arrangements stimmen, die Musik unaufgeregt präzise und eindeutig schwedisch. GRAVE bauen auf diversen Alben immer mal eine etwas veränderte musikalische Variante von sich selbst, aber der Grundtenor ist halt immer der Selbe und sofort zu erkennen. Burial Ground kann da einfach keine Ausnahme spielen. Allein der überaus gelungene Titeltack zeigt GRAVE´s Hang zu Doom Metal, „Outcast“ prügelt und hetzt seine Opfer gnadenlos schnell um den Block, und Midtemponummern bevölkern die Cd wie Mäuse Speisekammern (ich übertreibe). Trotzdem ist jede Note, jeder Anschlag 100 Prozent GRAVE. Manchmal knallt’s, manches ist es auch nicht zwingend einfallsreich, unterm Strich ist „Burial Ground“ aber überzeugender und wahrhaftiger als so manche Eintagsfliege. So bleibt auch dieses Release also bedenkenlos zu empfehlen, auf den Friedhof gehören die noch lange nicht, auch nicht ihre Kumpels, Kärki und Sanders, die als Gäste einen kleinen Teil dazu beisteuern, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. 8/10

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