Wednesday, August 18, 2010

THE MONOLITH DEATHCULT The White Crematorium 2.0 Cd / Epitome Prod.


Dieses Album der strittigen Holländer ist gute 5 Jahre alt, im Lauf dieses Jahres in unseren Breiten noch mal über Twilight veröffentlicht worden und kommt jetzt in den Staaten via Epitome Prod. auf die Amis hernieder. Wozu das Re – Release taugt, erschließt sich mir bisher nicht, denn bis auf einen Remix – Song und ein paar mp3 Stücke die allesamt nicht neu, also kaum exklusiv sind, bietet der Aufguss keinen zusätzlichen Reiz. Gut, für jene die das Album noch nicht besitzen geht das in Ordnung, wenngleich der Kauf des aktuelleren Albums „Triumvirate“ lohnenswerter ist, da sich der wuchtige und prägnante Death Metal beträchtlich weiter entwickelt hat und die letzte Cd viel bessere Stücke enthält. Die Musik auf „The White Crematorium“ ist dadurch nicht schlechter, nein auch hier werden satte Riffs geritten, brutale Brocken ausgespuckt und mit dezenten Keyboards gearbeitet. Das Tempo ist hoch, die Drums wirbeln jede Nummer auf wie ein Mixer den Rührkuchenteig und das gesunde Gespür für sauberes Songwriting zeichnet sich hier schon deutlich ab. Lyrisch kontrovers sind sie ebenfalls, spielen auch so ein bisschen mit Image und Klischees und rücken nicht so richtig raus, worin dabei der Spaß liegt. Auf jeden Fall dreht sich vieles um Imperien und Diktatoren, Blut und Gewalt. Ob die es bei ihren Kriegsgeschichten mit der echten Geschichte immer so genau nehmen, bleibt fraglich. Mir geht zum Beispiel nicht auf, was Fürnberg´s kommunistischer Liedtext über die Partei, die immer Recht hat mit einem Song über Wotanskrieger in der russischen Tundra, die den „Ivan“ in die Knie zwingt zu tun hat. Auch ideologisch könnte man sie leicht in die braune Ecke stellen, aber da sollte jeder genau auf die Texte achten, die widersprechen dem Image, wenn sie auch nicht wirklich distanziert sind, entkräften aber den Vorwurf von braunem Müll. Im Endeffekt glaube ich, dass die Band es gern drauf anlegt und gern protzig posiert aber vorrangig gute Musik macht. Die ist unbestritten schon auf diesem Album qualitativ ansprechend, klingt hier mal nach NILE, dort mal etwas BOLT THROWER. Generell kommen aber zumeist eigene Innovationen durch und dann dürfen die von mir aus auch mal auf den Putz hauen. 7/10

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