Monday, August 23, 2010

WITHIN THE RUINS Invade Cd / Victory Records


Musik wie sie WITHIN THE RUINS verbreiten erhebt sich auf eine Bewusstseinsebene die die normaler Sterblicher weit überschreitet, sich aus dem Meer des Chaos befreit, wo die natürliche Ordnung des Metal bedeutet, das nichts ist wie es einst war. WITHIN THE RUINS erscheinen mir wie die Könige der Breaks, die stehen so unter Strom, dass es ihnen unmöglich ist, ein Riff einfach mal durchzuspielen. Da frickeln die lieber, ändern die Richtung alle paar Sekunden und lassen aus ihrer Hardcore Hose fett und selbstbewusst die Eier raushängen. Ganz sicher ist das Album nicht leicht zu konsumieren, ist was für Leute die auf komplizierte Arrangements mit melodischen Ausflügen stehen und sich mit der eigentlich direkten Art des Metal nur noch langweilen. „Invade“ ist ein technischer Overkill, der so manchen Nerv abverlangt. Mathcore gemixt mit anspruchsvollen Death Metal Klängen, das dürfte als Beschreibung wohl noch am ehesten passen. Oder ich will´s mal so sagen, wer früher den Matheunterricht lieber geschwänzt hat, weil er mit dem abstrakten Quatsch auf Kriegsfuß stand, der muss sich die Cd hier erst gar nicht kaufen. Jene aber die schon als Knirpse zu Matheolympiaden gefahren sind und eine Woche vorher nicht schlafen konnten, denen sei solche Musik gewidmet. Natürlich nur im übertragenen Sinne. Ich muss gestehen, die Umsetzung so komplizierter Strukturen ist beeindruckend, über die Gesamtdauer der Scheibe ist die Musik aber für die Masse sicher zu anstrengend. Nicht dass ich hier jemanden unterschätze, aber das ist einfach ein unumstößlicher Fakt. „Invade“ hat wenig echtes Hitpotential, dafür ist es einfach zu kompliziert und wenig eingängig, kann dafür aber mit Anspruch punkten, satte Beatdowns auf den Asphalt knallen und lässt den Hörer ob der technischen Finessen staunen. Das ist und kann definitiv kein massenkompatibles Album sein…noch nicht. 8/10

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