Thursday, September 9, 2010

CRIMSON MILK The Milky Way Cd


Sollte der Bandname auf wahren Begebnissen beruhen, wäre das ein besorgniserregender Fall für das Veterinäramt oder einen unterbezahlten Humanmediziner, ganz nach Ursprung des Übels. Auch der Albumtitel lässt eher auf eine ungezwungene Einstellung zur Musik schließen. Rein akustisch ist das aber gar nicht so spaßbetont, sondern walzt in guter alter Death Metal Art in Midtempo über ihre Opfer hinweg, beginnend mit eindeutiger Anlehnung an BOLT THROWER. Um mit denen in einem tatsächlichen Grabenkrieg zu bestehen, muss dieses seltsam anmutende Projekt aber noch einige Kartuschen nachschieben. Seltsam deswegen, da es sich mal wieder um ein Ein – Mann Projekt handelt, ins Leben geholfen von einem ominösen Herren namens Impaler. Und ich denke in den meisten Fällen (Ausnahmen bestätigen die Regel) ist es für eine Band günstiger, wenn Ideen aus verschiedenen Köpfen einfließen, das macht es spannender. So läuft auch CRIMSON MILK Gefahr, schnell und trotz vorhandener guter Ideen, zu monoton zu werden. Der Drumcomputer ist es schon. Zudem finde ich die häufigen Breaks nicht immer passend und bei den Solis krampft es hörbar in den Fingern, die sind weder schnell noch flüssig. Stimmlich gurgelt sich der Typ quer durch die Schlachteplatte, was wiederum recht gut ankommt. Und sonst…jedes Stück ist um eine, sich häufig wiederholende, Basisidee konstruiert und zehrt von recht primitiven Riffs. Aber das muss nicht generell negativ sein, nur wirklich der Bringer ist es letztendlich nicht in allen Belangen. So ein kleiner, oder auch größerer Innovationsschub wäre ganz brauchbar. CRIMSON MILK jongliert auch mit einigen klassischen Metalstrukturen und verliert sich vereinzelt in melodischerere Gefilde ( Murderfest Destiny), ein Song der, mit entsprechendem Soundgewand, jeder ernst zu nehmenden Heavy Metal Band gut stehen würde. Auch das obligatorische Gitarrensolo kommt hier weniger steif rüber. Vielleicht ist das eher die Richtung, die der Herr zukünftig einschlagen sollte. Aber auch sonst ist „The Milky Way“, trotz unverkennbarer Schwächen, gut genug um passable bis launige Death Metal Geschosse unter das Volk zu ballern. Ganz sicher ist dieses skurril anmutende Unterfangen ernster zu nehmen als uns der erste Anschein glauben machen möchte! Das Album steht zum legalen free –download bereit: http://www.myspace.com/crimsonmilk 5/10

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