Sunday, September 5, 2010

MADE OF HATE Pathogen Cd / AFN Records


Ich weis nicht, ob den polnischen Radaubrüdern der Nationalstolz fehlt und sie deswegen nicht ins Klischee passen, aber anstatt sich was zusammen zu klauen (ist billig, schon klar) setzen sie auf einen interessanten Stilmix, der von IN FLAMES und CHILDREN OF BODOM bis zu aufpolierten JUDAS PRIEST reicht. Sowohl das Moderne und Melodische wie auch das Klassische steht ihnen gut zu Gesicht und beides in Verbindung erzeugt eine interessante Symbiose. Dazu passt dann auch der raue Gesang, der eher was von einer Hardcore Band hat und somit der Musik einen ruppigeren Anstrich verleiht, als das eine cleane Stimme je gekonnt hätte. Auch die dann doch cleanen Chorusgesänge passen sich gut in das Gesamtkonzept ein. Eines das gleicher Hand von Melodiespiralen als auch markigen Gitarrenriffs und herrlichen, technisch glänzenden Solis getragen wird. So dürfte einer der stärksten Songs „I Can´t Believe“ heißen, setzt der mit einem verflixt groovigen, beinahe monotonen Riff einen festen Anker um den herum sich verschiedenste Vokalhöhen, Melodien, Tempowechsel und ein cool rockender Bass scharen. Mehrere von solchen Geschichten und aus dem Album wäre noch mehr heraus zu holen gewesen. Auch ist dabei deutlich spürbar, dass der Band ein amtliches Marschtempo sehr gut steht. Mit „Pathogen“ weht ein frischer Wind aus dem Osten, von dem ihr euch gern treiben lassen könnt, so ihr denn Melodic-Metal mit einer aufgerauten Oberfläche mögt, wo nicht immer alles rund sein muss um seinen kühlen Charme zu versprühen. Und so werden sie ihrem Namen eigentlich nicht wirklich gerecht, denn Hass klingt anders, hier setzt sich eher Liebe zum Detail durch und beschert uns ein recht angenehmes Metal Album mit vielen guten Ideen und dem Talent selbige auch auf Papier und ins Ohr zu bringen. 8/10

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