Thursday, September 23, 2010

PASADENA NAPALM DIVISION P.N.D. Ep/ Abyss Records


PASADENA NAPALM DIVISION stellt ein quasi All Star Projekt dar, bestehend aus Mitgliedern von D.R.I., DEAD HORSES und VERBAL ABUSE. Und eben so klingt dann auch die Musik auf dieser knapp 15 Minütigen Ep, locker, flockiger Crossover Thrash aus den 80ern mit einigen Rhythmus und Vokalparallelen zu Macabre. So wie Musik und Texte rüberkommen, nimmt sich das Unternehmen selbst nicht so ernst, macht eher den Eindruck, als wollten die Herren auf ihre alten Tage noch mal etwas Spaß haben. Dann gibt es eben eine große Portion Unbeschwertheit ohne musikalischen Tiefgang. Der erster Song „Spell It Out“ ist scheinbar so was wie ein Rekordversuch beim Buchstabierwettbewerb in der Grundschule, ohne Quatsch, Kurt Brecht buchstabiert seinen Text. Ist schon ein ulkiger Einfall. Ja, ich denke, P.N.D. verbreiten gute Laune, erweisen sich jedoch nicht als das metallische Schwergewicht, das sich hinter dem Namen zu verstecken scheint. Zudem ist ein Hiddentrack, so unterhaltsam er sein mag, auf einer Ep mehr als überflüssig. Viel mehr zu mosern gibt es nicht, P.N.D. erfinden das Genre nicht neu, warum auch, müssen sie ja nicht zwei Mal tun. Sie zeigen einfach, dass der gute alte ANTHRAX / DRI / SOD Spirit noch lebt und immer noch funktioniert. Ich glaube zwar nicht, dass sich hier ein Klassiker manifestiert und die Musik über längere Zeit große Beachtung erlangen wird, aber wenn eine Handvoll „alter“ Hasen antritt um noch mal die Keule zu schwingen, dann ist das mehr als gerechtfertigt. Vielleicht wollen sie auch nur sich selbst beweisen, dass der Pool noch nicht ausgeschöpft ist, und schreiben Musik mehr für sich selbst als für das Publikum. P.N.D. versprühen auf ihrem ersten Output 15 Minuten lang unkomplizierte und spritzige Ideen mit angenehmen Unterhaltungswert ohne dabei Maßstäbe zu setzen. Das rutscht einfach ohne irgendwelchen Beigeschmack runter und fertig. 7/10

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