Sunday, October 31, 2010

BORGNE - Entraves de l'Ame - Cd / Sepulchral Productions


Vorsicht, dieses Review ist subjektiv befruchtet! Borgne ist ein ca. 30 km langes Flüsschen in der Schweiz, das in die Rhone mündet. Da er aus einem Gletscher entspringt, wird er wohl, zumindest an seinem Oberlauf arschkalt sein. In eben diesem Fluss muss die gleichnamige Band bis zu den Eiern gestanden haben, als sie ihr nunmehr wohl 4. Album eingekreischt haben. Wie mit dünnen Spinnenbeinen über Eis tastend foltern die schwarzen Lumpen mit kalten Black Metal, sehr unschön, sehr roh und hemmungslos widerwärtig. Wenn man´s nicht so laut aufdreht, was auch der Partner, Ehefrau/mann, Lebensabschnittssklave zu honorieren wissen wird, dann sind beinahe nur Keyboards zu hören die mit handelsüblichen atmosphärischen Scheingefechten Düsternis vortäuschen wollen. Schlagzeug ist nur mit viel Phantasie zu erahnen so dass der Eindruck entsteht, dass selbiges kaum bedeutend sein muss. Das vokale Gekeife ist absolut bittere Galle und ebenso typisch für diese Black Metal Interpretation wie die Gitarre, die sich ebenfalls häufig hinter den Tastenattacken versteckt. Dann noch ab und an etwas Akustik für die bucklige Oma im Hühnerhaus und fertig ist der Matsch. Warum hier überhaupt eine ganze Band für so ein bisschen Mucke gebraucht wird ist mir schleierhaft, da reicht es doch, wenn sich einer an seinem Yamaha festkrallt und hässlich geifert. Vielleicht hier und da mal ein böser Blick, das würde vielleicht auch helfen und wäre unglaublich authentisch. Auf den Punkt gebracht, die Kompositionen für das Tastinarium können sich hören lassen, sind wirklich recht gelungen, nicht außergewöhnlich aber atmosphärisch dicht und schick düster, besitzen dadurch eher Soundtrackcharakter als was mit Metal am Hut zu haben. Der Rest ist quasi für die Tonne. Zumindest wenn man nicht vor hatte alle Instrumente gleichwertig zu behandeln. So was ist technische Diskriminierung im Metal, pfui!!! Wäre dem nicht so, klängen BORGNE wie 100 Zenturien runzliger Dämonenärsche die dem stinkenden Pfuhlen der Hölle entflohen sind. Was ich jetzt mal als Lob betrachten würde. Aber so…na, ja, als Ambientgedöns vielleicht ganz brauchbar 4/10

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