Sunday, October 17, 2010

DEADLY REMAINS - Before The Nothing - Cd / Deepsend Records


“Before The Nothing” wurde ursprünglich zu Beginn des Jahres von der Band in Eigenregie veröffentlicht. Nun, nachdem sie einen Vertrag mit Deepsend Records ergattert haben, hat sich das Label der Scheibe noch mal angenommen um einen größeren Markt für das Gespann aus Kalifornien zu erschließen. Natürlich auch unter Berücksichtigung des neuen Albums, das in einigen Monaten erscheinen soll. Die Jungs werden gern als aufstrebende Death Metal Band hingestellt, die als eine der momentan Besten gilt. Ich selbst find sie nun nicht soooo ungewöhnlich, was nichts schlimmes heißt, denn sie machen einen sehr talentierten und sicheren Eindruck mit dem was sie da anstellen. Sie stehen für bodenständigen Death/Thrash, wobei vor allem die Riffs ausschließlich Thrash orientiert sind und ein Hang zu Bay Area Zeiten durchblicken lassen. Die Solis wieder sind sehr virtuos und überaus beeindruckend umgesetzt. Der Gesang erinnert manchmal an den unvergesslichen Evil Chuck, funktioniert aber auch in tieferen Lagen. Stärkster Song ist „What Lies Beneath“, dessen Riffing mir verdammt bekannt vorkommt, ich aber verflucht noch eins nicht weiß woher. Jedenfalls erstreckt der sich als Midtempoklopfer von über 8 Minuten auf der Rille ohne zu langweilen und bedient mit schmackiger Thrash Unterhaltung. Das Label stellt DEADLY REMAINS gern in eine Reihe mit ihrem eigenen Baby EXPULSION, was ich nur zum Teil unterschreiben würde, denn im Gegensatz zu denen sind sie weniger progressiv, bevorzugen eine direkteres Marschtempo und transparenteres Songwriting. Im Bereich der Gitarrensolos deckeln die sich aber ungemein. Sie selbst sehen sich beeinflusst von SUFFOCATION, DISGORGE, DYING FETUS und so weiter, aber ehrlich gesagt kann ich da keine offensichtliche Verbindung finden, denn so brutal sind sie ganz sicher nicht. Dann sehe ich da doch eher den Schatten von DEATH. Das was die Jungs unbestritten können, ist super straighte Songs zu schreiben, selbige erstklassig umzusetzen und dabei frisch und kompromisslos zu klingen. „Before The Nothing“ ist ein ansprechendes Album das sehr auf Tradition setzt ohne staubig und knöchern zu wirken, gut gemacht. 8/10

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