Saturday, October 9, 2010

DESTROYING DIVINITY - Dark Future - Cd / Brutal Bands


Die Aufnahmen sind schon seit Ende 2008 im Kasten, haben also etwas gebraucht, bis sie es an das Ohr des Konsumenten geschafft haben. Das spielt aber sicher keine Rolle, da die Band ohnehin nicht auf jährliche Fließbandarbeit aus ist und sich mit ihrem 3. Studioalbum zu Recht Zeit gelassen haben. Dass die Tschechen dabei einen Vertrag mit Brutal Bands ergattern konnten, ist sicher nicht die schlechteste Entscheidung, zumindest für den Markt jenseits des großen Teiches. DESTROYING DIVINITY folgen dem Konzept klassischer amerikanischer Death Metal Bands wie MORBID ANGEL, INCANTATION oder DEICIDE und liegen mit ihrer Version von düsteren, mal schnellen, mal verhaltenen und immer blasphemischen Tönen gar nicht so daneben. Zumindest in der Umsetzung sind sie recht versiert, auch wenn manche Kompositionen etwas bieder wirken. Dominierend scheint mir die Dauerbestrahlung mit der Doublebass zu sein, ganz egal welches Grundtempo gegangen wird. Der Rest agiert zwischen Blast und getragenen Riffs die auch aus der Florida Schmiede stammen könnten. Es gibt wenig dran zu deuten, dass unseren östlichen Nachbarn ein anständiges Teufelswerk gelungen ist, das mit einer guten Produktion abgerundet wurde. Möglicherweise wäre es zuträglich gewesen, dem ein oder anderen Stück ein schnittigereres Riff oder irgendwas innovativeres mitzugeben. Da sie sich aber wenig experimentierfreudig zeigen und ihr Konstrukt auf sicheres Terrain gesetzt haben, bleibt ein bodenständiges Death Metal Album zurück, das durchaus überzeugt ohne wirkliche Herausforderungen anzunehmen. Das ist übrigens nicht als Negativum zu werten, ich finde es schon besser, wenn der Schuster bei seinen Leisten bleibt, insofern er keine anderen Ambitionen hat. DESTROYING DIVINITY erweisen sich als standfestes Quartett mit sauberem technischen know how, dass mit einem gelungenen Album seine Position in der Szene untermauern kann. „Dark Future“ könnt ihr euch bedenkenlos ins Regal stellen, auch wenn es ein Album ist, das ohne echte Highlights auskommt. Egal, insofern alle 9 Songs auf gleich hohem Niveau Arschtritte verteilen. Ich hoffe, dass das aktuelle Material der Band den verdienten Rückenwind verleiht. 7/10

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