Saturday, October 16, 2010

HELSTAR - Glory Of Chaos - Cd / AFM Records


Mittelpunkt und tragende Konstante der neuen HELSTAR Scheibe ist mal wieder James Rivera´s Stimme, die sich durch sämtliche vorstellbaren Höhen und Tiefen kämpft und dabei, ähnlich Rob Halford zu seinen besten Zeiten, einen sehr guten Eindruck macht. Gut, Rivera hatte bis dato beinahe 30 Jahre Zeit zum üben. Aber das ist dann schon ein echtes HELSTAR Trademark. Musikalisch scheiden sich die Songs an der Barriere von dynamischem Thrash Metal ( „Pandemonium“, „Deathtrap“) mit sicheren und schnittigen Riffs und immer wieder Ausflügen in eher kitschig wirkende Power Metal Gefilde( „Summer Of Hate“, „Trinity Of Heresy“). Zweiteres raubt dem Album leider den ansonsten guten Drive, wirkt wie so ein Schleppanker, nach dem der Kavallerie gerade erst die Pferde durchgegangen sind und der Anblick ein Genuss war. Hohes Tempo steht HELSTAR hörbar besser, als die imaginäre Drachentötermentalität. Allerdings sollte ich auch anmerken, dass die Riffs der Thrashnummern jetzt auch nicht der Thron der Innovation sind, jedoch über verdammt hohe Funktionalität verfügen, nicht zuletzt auf Grund eines lupenreinen Sounds und sicheren Songwritings. Wenn man es nicht wüsste, dann könnten dafür auch Bands wie DESTRUCTION oder wahlweise SACRED REICH und TESTAMENT verantwortlich sein. Aber ich möchte der Rivera on Co. nicht unbedingt Austauschbarkeit anlasten, denn „Glory Of Chaos“ ist bis auf hin und wieder auftretendes schwülstiges Glatteis ein sehr gelungenes Album, dass unter Thrash Metal Fans schnell seine Freunde finden wird. HELSTAR gehen mit der Zeit und flechten in ihre Songs immer wieder moderne Elemente ein, was bewirkt, dass die Band auch heute noch frisch und ungezwungen klingt. Hätte die Jungs in ihrer Karriere mehr Beständigkeit bewiesen, wer weiß wo die heute stehen könnten, zumal sie über alle technischen Stolpersteine erhaben sind. „Glory Of Chaos“ ist unterm Strich schon ziemlich cool und hinterlässt bei den überwiegend thrashigen Nummern seine positiven Spuren. 7/10

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