Tuesday, October 5, 2010

STENCH - In Putrescence - Cd / Agonia Records


STENCH setzen Maßstäbe in punkto Minimalismus und billiger Unterhaltung. Das was die Knaben unter Death-, oder meinetwegen auch Black Metal verstehen, ist schon längst überholt und wirkt so primitiv, dass nicht mal der Old School Bonus zählt. STENCH sind preiswerte 3 Akkorde aus einer Gitarre, die sich produktionstechnisch häufig rar macht und manchmal einfach gar nicht stattfindet. Das Spiel ist völlig drucklos, wirk uninspiriert. Zudem gibt es Schlagzeugradau vergleichbar mit einer Kompanie blinder Ziegen, die über die eigenen Melkeimer stolpert. Hervorzuheben wäre, dass alle Eimer im Takt umfallen, was heißen soll, dass der Drummer nicht planlos auf seine Felle drischt…auch wenn es so klingen mag. Mal ehrlich, wenn man keinen Bock hat, dann setzt man sich mit einer Kiste Bier in die hinterste Ecke des Proberaumes und hofft, dass die Miete gestundet wird. Einzig der Gesang hat was stilechtes und geifert schwarze Galle, der Rest agiert eher einfallslos und oberflächlich. Vom Gesichtspunkt der kompositorischen Sparsamkeit haben STENCH eher was von einer Punkband als wirklich Metal zu sein und für eine echte Schwedenband ist der Klamauk viel zu harmlos. STENCH sind ein Ableger von TRIBULATION und mir will nicht in den Schädel, wie 2 Bands mit in etwa gleicher Besetzung so unterschiedlich sein können. Nicht unbedingt musikalisch, aber in der Umsetzung der Ideen. Wo es bei den einen vor Blut, Tot und Aggressionen nur so wimmelt, gehen die anderen leer aus. Oder zumindest beinahe, denn dieses anspruchslose Leisetreten und wenig machen hat sicher für so manchen auch seinen Charme. Denn STENCH sind verdammt roh produziert, was zu dieser Art Musik wieder glänzend passt, die stehen ganz und gar nicht auf polierte Veröffentlichungen, an denen einen halbe Dekade gewienert werden muss, bevor überhaupt erst mal ein Promosong raus geht. Und diese Einstellung lobe ich mir auch, leider schüttelt man mit dürren Armen aber auch nicht all zu viele Äpfel vom Baum. Uns so denke ich, dass STENCH in nicht all zu ferner Zukunft im eigenen Garten begraben werden und bis dahin hoffentlich noch etwas Spaß beim Rumgeistern auf diversen Hinterhofbühnen haben werden. 4/10

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