Saturday, October 9, 2010

WEAPON - From The Devil´s Tomb - Cd / Agonia Records


Was für ein Album! Mit jedem Ton wird die satanische Dreifaltigkeit spürbar, quasi überdeutlich dargestellt, der olle Teufel setzt seinen Huf auf das Antlitz der Erde und der Boden verdorrt, Asche und Feuer regnen vom Himmel und alle Sünder werden für ihre Missetaten entlohnt wohingegen der gottgläubige Teil der buckligen Verwandtschaft für immer ins Höllenfeuer geschickt wird, um dort Heizdecken zu stricken die niemand mehr braucht. Hinter dem schlichten Namen WEAPON verbirgt sich gar arg blasphemische Musik die die von rückwärts geführte Apokalypse mit einem einzigartigen Soundtrack begleitet. Viele, eigentlich alle Stücke haben klassische Anleihen in punkto kompositorischer Dichte und Vielschichtigkeit, da geht es nicht zwingend geradlinig zu, WEAPON´s Songs funktionieren eher wie Schachtelsätze. Nur dass hier keiner nach dem Punkt Probleme hat sich an den Anfang zu erinnern. Fragt mich nicht wie, aber „From The Devils Tomb“ funktioniert auf diese Art glänzend. Die Arme werden ganz weit auseinander gestreckt um uns eine blasphemisches, zutiefst böses Werk auf die Türschwelle zu legen, es reicht von chaotischen Blasts über düstere Midtempokompositionen bis hin zu melancholischen Geschichten mit akustischem Anteil. Häufig passiert das alles in einem Stück, und die Umsetzung des Ganzen bedarf keiner Kritik, das passt schon zusammen ohne angeflickt und aufgesetzt zu wirken. Der akustische Eindruck dürfte in etwa folgender sein, ihr sitzt aus welchen Gründen auch immer, in einer gigantischen Kirche und während der Organist seine letzten Töne röchelt, stürzt über euch das Deckengewölbe ein. Ihr bleibt hocken, weil ihr das strukturierte Chaos genießen wollt. Höllenhammer! Die Einflüsse aus denen WEAPON ihre Inspiration schöpfen, sind übergroß. Da dürften SLAYER stehen, die für einige Thrash Riffs und Basisstrukturen verantwortlich zeichnen. MAYHEM (wie das Label vorschlägt) sind für die tiefschwarze Atmosphäre zuständig. Zudem hat NILE einen kleinen Anteil, wenn es um Mystizismus und rar eingesetzt Percussions geht. Ganz im Vordergrund bewegen sich jedoch MORBID ANGEL, die inhalieren WEAPON mit jedem Atemzug. Die Symbiose aus allen, inklusive den eigenen technischen Skills plus zahlreicher cooler Ideen machen „From…“ zu einem wahren Geheimtipp! 9/10

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