Wednesday, November 3, 2010

AEON OF HOURS - The Embodiment Of Darkness And Light - Cd / Harvest Moon Records


An ihrem Debüt werkeln die Australier wohl schon einige Zeit und in wechselnder Besetzung. Das ist der Cd auch anzuhören, behaupte ich mal frech. Denn das was euch hier erwartet und unter dem Banner Progressive Death Metal an den Mann gebracht werden soll, ist weitaus mehr als es scheint. Ob das nun unbedingt ein positives Zeichen ist wage ich zu bezweifeln. Denn genau genommen verhält sich die Musik von AEON OF HOURS wie ein wild gewordener Bullterrier der nicht weiß welchem Deppen er zuerst in die Eier beißen soll und einfach überall mal zu schnappt. So entsteht ein offensichtliches Chaos, dessen Wogen sich nicht einfach wieder glätten lassen. Nicht dass mich jemand falsch versteht, über das technische Können der Musiker will ich n icht richten, was mir aber nicht gefällt ist die als Progressivität verkaufte Unentschlossenheit, die gewaltig an den Nerven zehren kann. „The Embodiment Of Darkness And Light“ beginnt mit den typischen Disharmonien und irrem Gitarrengewichse einer Prog Death Band. Schnell aber wird klar, dass hier ganz was anderes abgeht, denn plötzlich dominieren profane Keyboardtöne mit tiefst schwarzer Atmosphäre das Geschehen. Dann kippt das Konzept auch mal in Richtung Metalcore und rattert holprige, abgehackte Riffs runter und lässt uns nach zahllosen Breaks völlig im Regen stehen, weil wir ganz fix die Orientierung verloren haben. AEON OF HOURS halten einen recht anständigen technischen Standard und trotzdem geht das zu wie in einem Irrenhaus, wo alle durcheinander flitzen, jeder seine eigenen Psychosen pflegt und der rote Faden mit bunten Zick Zack Linien übermalt wurde. Schade eigentlich, ich denke die Burschen haben eine große Chance verpasst, werden es mit diesem mehr als gewöhnungsbedürftigen, schwer zu schluckenden Konglomerat ziemlich schwer haben. AEON OF HOURS sind symphonisch und gleichzeitig verquer, modern und gleichzeitig traditionell schwarz, sind talentiert, können ihr Talent aber nicht in geordnete Bahnen lenken, sie schlagen Mainstream Töne an, genauso wie schwer zu vermarktende. Irgendwie passiert hier alles auf einmal und das funktioniert nicht, dafür ist die Zeit noch nicht reif. Revolutionär und bahnbrechend ist so was bei Leibe nicht. Macht euch euer eigenes Bild: http://aeonofhorus.bandcamp.com/ Auf Grund des Mutes so was zu produzieren und der erwähnten technischen Fingerfertigkeit sehe ich mich trotzdem gezwungen 6/10 Punkten zu verteilen. Aber ich habe euch gewarnt.

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