Saturday, November 6, 2010

CANNIBAL ACCIDENT - Brutalent - Cd


CANNIBAL ACCIDENT die Zweite und wieder wird Feuer unterm Kessel der Nordlandkannibalen gemacht, das Feuer lodert und grillt das Opferfleisch in Rekordzeit zu Steinkohle. Die 10 NEUEN Songs hängen sich nahtlos an das erste Album aus dem letzten Jahr an; Verlieren keinen Deut an Fahrt. Die Messer sind geschliffen, das Tafelsilber geputzt und es ist angerichtet. Im Zentrum steht wieder komplettes, rohes und primitives Chaos. Ebenso wie ich es von einer ordentlichen Grind n´Gore Band auch erwarte. Bei den Blastattacken wetzt alles durcheinander, brüllen, kreischen, knüppeln, Spaß haben. Der Rest besteht aus coolen Goregrind Grooves mit ratterndem Bass und durchhängender Gitarre. Das klingt dann in etwa so wie frühe LENG TCHÉ, als die noch auf Technik geschissen haben. „Brutalent“ präsentiert sich uns als überraschungsarmes dennoch kurzweiliges und unterhaltsames Stück Schlachtfleisch, gut abgehangen, etwas überreif und kompromisslos brutal. CANNIBAL ACCIDENT fühlen sich bei NAPALM DEATH genau so wohl wie bei GENERAL SURGERY (Zweiteren stehen sie musikalisch jedoch näher), und ihrer Vorliebe für gepflegten Radau lassen sie freien Lauf. Zudem scheinen sie genau zu wissen wie man es anstellt nicht billig und amateurhaft zu klingen. Wichtig auch, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Wie schon auf dem Debut funktioniert das auch diesmal wieder ohne anzuecken. Mal wild, mal das Tanzbein schwingen, mal den Punk suchen und die Bude ohne Unfall nach Hause bringen, so wird ein Schuh draus. Die stärkeren Momente gewinnt die finnische Band aus ihren langsameren, rockigen Elementen. Letztendlich bestimmen aber die Mischung und die Überzeugungskraft über die Qualität des Gemetzels. Lyrisch geht es wieder um Kannibalismus mit viel Augenzwinkern und einigen Klischees. So ein echter Menschenfresser würde bei dieser musikalischen Untermalung seines Treibens wohl Magenschmerzen kriegen und auf Kokosnussdiät umsteigen. Wenn´s das Bier zur Mahlzeit trotzdem noch schmeckt, bitte schön immer feste drauf, ordentlich laut aufdrehen! Bisschen kurz schneidet die Party dann doch ab, grenzwertig für ein volles Album, ich kann damit aber leben. CANNIBAL ACCIDENT stehen für die Sorte Grindcore, die nicht immer politisch korrekt sein will, den Tag genießt und allen Zweiflern das Fell verdrischt – Ein Spaßunternehmen mit gehörig unmusikalischem Schneid! http://www.myspace.com/cannibalaccident 8/10

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