Monday, November 8, 2010

VEX - Thanatopsis - Cd / Horror Pain Gore Death Prod.


Das außergewöhnlichste an “Thanatopsis” dürfte wohl das Cover sein, das sehr schlicht und eher untypisch für eine Band ausgefallen ist, die sich mit Black/Death Metal Tönen verdingt. Da liegt ein ausgebleichter, angeknabberter und zahnloser Schädel vor einem Runenstein inmitten einer grasgrünen ungemähten Kuhweide. Das erscheint so als hätte Hamlet Yoricks Schädel dort hin geworfen weil er dessen überdrüssig war. Jetzt warten die Überreste des armen Sünders darauf, von dampfenden Kuhfladen zugedeckt zu werden. Sicher hatte die Band andere Assoziationen als sie sich dafür entschieden hat, das Schicksal nutzt manchmal seltsame Pfade. Genau so schlicht aber weniger speziell ist die Musik, die sich an klassischen skandinavischen Finsterhorden orientiert. Schlicht deswegen, weil völlig unaufgeregt, zu beschaulich und verdächtig langweilig. Manchmal sogar schon doomig. Die scheinen wirklich vergessen zu haben morgens aufzustehen und haben deshalb ihre Songs im Bett eingetrümmert. „The Past Is Frozen“, die Gegenwart aber auch Brüder. Und „Erosion“ spricht wohl da für sich, die Alpen haben auch mehr als einen Winter gebraucht bis sie so aussahen wie heute. Ich bezweifle aber, dass VEX so viel Zeit bleibt. Mal so eine Song einfach durchzuziehen liegt ganz sicher nicht in der Absicht der Band, geholfen hätte es bestimmt. Gut, es ist ihnen wohl anzurechnen das sie ihren Stil von Mid – Tempo bis Schlafwagen mit Akustikbegleitung strikt durchziehen und auch die hohen Saiten bedienen können, ja sogar atmosphärisch düster kommt das rüber und die teil vorgetragenen Melodien passen sich dem an. Aber trotzdem lockt man damit nicht mal die Babuschka hinterm Kachelofen hervor. VEX und ihr Album entsprechen dem grässlichen Novemberwetter mit Nieselregen ohne Sonne, dafür Sturm und angefrorene Ärsche. Vielleicht s ehe ich das auch zu finster, trotzdem ist „Thanatopsis“ weniger interessant als das Infoblatt weis machen will. „Dynamic Death Metal“ habe ich bisher noch nicht gefunden, was sicher daran liegt, dass sich Cd´s nicht rückwärts abspielen lassen. Außerdem werden Tempo und Aggressionen versprochen. Ersteres ist über weite Strecken glattweg gelogen und zweiteres bleibt relativ. Dass es auch durchaus anders geht beweist „Eyes Of Wrath“, bei dem der Zug auch mal in die Puschen kommt, leider gibt es zu wenig davon und selbst der macht unterwegs einen Zwischenstopp. Aber zumindest der Sound stimmt und die Band macht einen souveränen Eindruck bei dem was sie da eben so macht. Meine Kiste ist das nicht…ich ignoranter…was auch immer. Allenfalls empfehlenswert für absolute Old School Puristen. 4/10

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