Monday, December 6, 2010

BLOODWRITTEN - Thrashin´Fury - Cd / Witchinghour


BLOODWRITTEN steht für herrlich plakativen schwarzen Thrash Metal alter teutonischer Prägung. Die Kerbe in Richtung KREATOR, DESASTER ist nicht auszumerzen. Mit dieser Grundweinstellung gelingt den Polen ein durchweg interessantes Album , das sich modernen Ergüssen erfolgreich erwehren kann. Zu den 10 Stücken, gehören auch 3 der ebenfalls in diesem Jahr erschienen Ep „Whore“, die mit Bestimmtheit nur als Appetizer herhalten sollte. „Return To Tortuga Bay“ hat im Gegensatz zur Kurzfassung sogar noch einen Text mitbekommen. Zudem ist das Stück eine Reminiszenz an altes SLAYER - Material, sägende Gitarre und irres Tempo geben den Ton an. Lediglich die technische Beschlagenheit der großen Vorbilder fehlt etwas. Denn auf komplizierte Solis verzichten sie fast gänzlich, das gilt im übrigen für die ganze Scheibe (Ausnahmen bestätigen die Regel, lieber kurz und schmerzlos als selbstverliebt und ausgedehnt). Da verlegen sie sich lieber auf Headbanger - freundliches Material. Und das hat einige markante Höhepunkte, „Watch The World Burn“ mit bollernden Drums und prächtigen Mid – Tempo Sägen ist so ein Teil, oder auch das schon bekannte „Whore“, das mit mehr Tempo genau den gleichen Effekt erzeugt…Nackenschmerzen! BLOODWRITTEN schöpft aus dem vollen Klischeetopf, widmen sich textlich besagter Schlampe von ihrer Ep genauso wie nuklearem Holocaust, Zombies, Kriegen und wahrscheinlich Piraten. Ein roter Faden in den Lyriks lässt sich nicht finden, die springen da eher quer über den Acker wie der Hase auf der Flucht vor einer Horde adrenalinschwangerer Waidgenossen. Auf dieser Schiene wirken sie möglicherweise etwas albern, denn da ist einiges bestimmt richtig doof! Auf musikalischer Ebene wird der Stahl ziemlich traditionell bearbeitet, Songaufbau, Riffs und Sound erinnern an die glorreichen 80er. Gerade die Riffs haben etwas beinahe nostalgisches, klingen jedoch schön fies und treffsicher, irgendwie zeitlos. Das macht natürlich auch deutlich, dass BLOODWRITTEN nicht der ultimative Innovationsschub sind, den vielleicht manch einer braucht, das Material das sie hier vorstellen, besitzt aber großen Unterhaltungswert und hebt die Band aus der Masse ähnlich gearteter Old School Bands heraus. Und zwar aufgrund der Tatsache dass die Polen offensichtlich wissen, wie man richtige Songs zu schreiben hat, sie nicht endlos ausdehnet, den Hörer mit scheinbar Vertrautem füttert ohne zu schnell satt zu machen. Gefällt!
8/10

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