Monday, December 20, 2010

CEASE OF BREEDING - Sounds Of Disembowelment - Cd / Amputated Vein


CEASE OF BREEDING schreddern auf ihrem ersten Album typische brutale US Death Metal Töne in das waidwunde Publikum. Und auch wenn die Band aus der alten Welt kommt, ist deutlich zu hören, wo ihre musikalische Heimat liegt. Die betteln ja geradezu darum in Blut und Schmerz ersäuft zu werden! Das zumindest vermittelt der erste Höreindruck. Vornehmlich werden Haushaltsgeräte zweckentfremdet, so kommt der Staubsauger genau so zum Einsatz wie Küchenmaschine, Schneebesen und Quirl. Mit Blast bis zur Erschöpfung funktioniert die Band genau so gut wie mit Mid Tempo Einlagen und dezenter Technik. Das Label zieht Vergleiche zu GORGASM und SEVERE TORTURE und da will ich bis zu einem gewissen Punkt gern mitgehen. Ganz auf deren Niveau schwimmen sie zwar nicht, es bleibt aber einiges an positivem hängen. Da wäre zum Beispiel die Bassspur, die richtig Spaß macht und den 4 Saiter gebührend feiert. Auch der Schlagzeuger meißelt hinter seiner Bude mit beeindruckender Präzision. Wen wundert es auch, trommelt hier doch Jan Benkwitz, ehemals Belphegor, der mit CEASE OF BREEDING nun eine ganz andere Richtung fährt. Das Schlagzeug wurde übrigens im „Soundlodge“ in Norddeutschland getrennt vom Rest der Band aufgenommen. Homogen klingt das Endprodukt trotzdem. Und so dürft ihr euch auf gute Songs freuen, die mit satten Riffs euren Nacken foltern und das Trommelfell mit pfeifenden Obertönen zum vibrieren bringen. Der Sound ist generell gelungen, das Songwriting macht einen gesunden Eindruck, es gibt kaum Wiederholungen, was den Faktor Langeweile außen vor lassen sollte. Das Rad erfinden auch CEASE OF BREEDING nicht neu, aber wer braucht das schon, Unterhaltung sollte im Vordergrund stehen und die habt ihr hier. Die aus Griechenland stammende Polterbude, liefert mit „Sounds Of Diembowelment“ ein überaus dynamisches und talentiertes Werk ab, das seine Stärke aus den geschickten Tempovariablen und dem passenden brutalen Sound, inklusive spürbarem Spielriemen der Musiker selbst zieht. Und damit manifestieren die Brüder eine Cd auf antiker Erde, die ganz gewiss mehr als nur Discountware darstellt. Einzig recht kurz ist das Werk ausgefallen, aber da berufen sich ja alle immer auf Slayer, also warum nicht.
8/10

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