Friday, December 3, 2010

EKTOMORF - Redemption - Cd / AFM


EKTOMORF gelten gemein hin als SOULFY Kopie, ich halte SOULFLY zwar für kreativer aber dieses Vorurteil scheint auch mir keines. Die haben sogar ihren eigenen Tribe und da man sich als Osteuropärer schlecht an die Seite amerikanischer Eingeborener stellen kann, müssen bei den Ungarn eben Zigeuner, respektive Roma und Sinti herhalten. Kann man Herrn Farkas abnehmen oder bleiben lassen, spielt keine Rolle. Nur, wen sollte es stören, warum soll ein Musiker nicht machen was er mag und kann, und wenn es wie SOULFLY klingen soll, dann ist es eben so. Aber das nur nebenbei. „Redemption“ ist ein wuchtiger Hammer mit mörderischem Bassound, der so massiv tief tönt, dass Spundwände Risse kriegen könnten, und eine wahre Flut über das geneigte Opfer hereinbricht. Eine Flut die satte Hardcore Riffs mit angenehmer grooviger Rockattitüde gebiert, die eine Musik antreibt, die so was von hasserfüllt klingt, dass Angstgeborene dem Herzversagen nahe stehen. Der Rhythmus stampft marschartig, verlegt sich kaum auf Hektik und vermittelt so einen ungemein schweren Eindruck, der der Musik sehr zugute kommt. Der Frontmann brüllt und quetscht seine Wut auf Unterdrückung, Missgunst, Neid und Dummheit regelrecht aus der Kehle, der Kerl muss so voller Zorn stecken, unglaublich. Oder der kann sich überzeugend in Szene setzen, auch möglich. Unfreiwillig witzig aber nicht negativ finde ich seinen ungarischen Dialekt. „Redemption“ entpuppt sich als dicht gepacktes und durchaus überzeugendes Album auf Identitätssuche und fettem Spielriemen. Der enorm drückende Soundteppich bügelt dabei sicher einige kompositorische und kreative Falten aus, trägt das Album vielleicht weiter nach vorn als verdient! Wer bisher mit EKTOMORF gerockt hat befindet sich auch heuer auf sicherem Boden, wer lieber Cavalera und Co für seine Kopfschmerzen verantwortlich macht, bleibt auch bei denen. So einiges was es auf „Redemption“ zu hören gibt, habe die schon vorgekaut und so stehen EKTOMORF zwangsläufig immer noch im Schatten. Aber dafür haben sie sich, oder zumindest Fronter Farkas, selbst entschieden. Spaß haben und es schmerzvoll krachen lassen könnt ihr aber bedenkenlos, denn das Zeug geht prima ins Ohr und sprüht geradezu vor energetischen Ausbrüchen!
7/10

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