Monday, December 13, 2010

SIN OF GOD - Satan Embryo - Ep


SIN OF GOD aus Ungarn rüsten sich scheinbar Attilas neuen Hunnensturm anzuführen, jedenfalls behaupten sie von sich selbst, noch großes vor zu haben. Ob die genau so schnell, effizient und gnadenlos voran kommen wie einst jener legendäre Barbar, bezweifle ich aber. „Satans Embryo“ (wird als Ep angepriesen, geht aber über 30 Minuten – eine Logik der ich nicht folgen kann, die ich aber als lobenswert betrachte) rattert bei mir nun zum was weiß ich wievielten male durch, aber wirklich ergriffen, geschweige denn beeindruckt hat es mich noch nicht. SIN OF GOD präsentieren in einem etwas zu sterilem Sound ihre eigene Version von Bands wie VADER, NILE, MORBID ANGEL, HATE ETERNAL. Dabei steht der Gitarrist zu selbstverliebt im Vordergrund, denn was die 6 Saiten alles in einem Song anrichten können ist erschreckend. Nicht dass wir uns missverstehen, das klingt durchweg sehr heavy, knackig und schön Headbanger – freundlich. Aber da stecken so viele unterschiedliche Riffs und Lead - Spielereien in einem Song, wie ich es bisher woanders nicht wahrgenommen habe, ein Fakt der dafür sorgt, dass jeder Song aufgeblasen erscheint. Im Death Metal geht es doch grundsätzlich darum mit gezielten Hieben und schmerzhaften Nackenschlägen umgehend für die erwünschte Wirkung zu sorgen. Allenfalls bei episch ausgerichteten Bands darf es auch etwas mehr sein. Zu dieser Kategorie zählen SIN OF GOD aber nun mal definitiv nicht. Handwerklich ist das sicher gar nicht so schlecht, ist brutal und treffsicher, nur eben zu viel, das gehört eindeutig gestrafft! Wenn Songs 7 oder sogar 9 Minuten drurchballern, dann wird das anstrengend. Der „normale“ Death Metal Song versinnbildlicht so was wie einen Kreislauf und bleibt angenehm berechenbar, bei SIN OF GOD ist das eher eine Kette ohne Ende. Wer hier jedoch eindeutig den Bogen raus hat, ist der Drummer, der seine Felle als echtes Ausnahmetalent vermöbelt und für einiges entschädigt. Ich denke, die Band sollte das überzogene Gitarrenspiel etwas zurück drehen, sich dann lieber einige Riffs für andere Stücke aufsparen und der Musik somit mehr Homogenität anheimfallen zu lassen. Auf diese Weise sind die mit Sicherheit in der Lage im Zirkus der Großen ihren Part in der Manege zu meistern. http://www.myspace.com/xsinofgodx
6/10

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