Sunday, January 9, 2011

ONSLAUGHT - Sounds Of Violence - Cd / AFM Records


Ich finde es ganz gut, dass die Band nach verdammt langer Abwesenheit ihr 2, Album nach der Reformierung hinlegt, gehören sie doch zu den Urgesteinen der Thrash Metal Szene. Vielleicht ist es ihnen ja zum Verhängnis geworden, dass sie Briten sind und der sich Metal dort einst schnell in eine andere Richtung entwickelt hat. Wenn ich sie heute aber höre, weiß ich, dass sie nichts verlernt und viel dazu gelernt haben. „Sounds Of Violence“ ist vollgestopft mit satten Riffs, geilen Solis, hetzenden Blasts und schweren Kanonaden. Ein typisches und doch nicht gewöhnliches Thrash Metal Album mit viel Verweisen auf die 80er. Dabei wirkt der Sound durchaus modern und auch in Punkto Songwriting gehen die Jungs mit der Zeit und lassen den Staub vergangener Tage liegen. Hört euch nur „ Hatebox“ an, das zum Teil schon hübsch progressiv ist und mit modernen Hardcoreeinflüssen jongliert. Ganz im Gegensatz dazu steht „Code Black“ ein purer Mid - Tempo Kracher, der es mir leicht macht, die Band immer noch zu mögen. Andere Songs haben dann wieder eindeutige Slayer Schlagseite (Rest In Pieces“, „Antitheist“). Für mich die stärkste Nummer mit dem fettesten Riffing ist aber „Godhead“, der ultimative Song auf einer sehr überzeugenden Scheibe. Passend dazu greifen alle Komponenten schlüssig ineinander und erlauben gar kein anderes Ergebnis. Einer Scheibe mit wahnsinnigem Spielriemen und durchweg guten Ideen. Lediglich ihre Reminiszenz an MOTÖRHEAD („Bomber“) finde ich jetzt nicht ganz so gelungen, auch wenn Phil Campbell und Onkel Tom mitgewirkt haben, aber das bleibt wohl eine rein subjektive Empfindung. Das Album hat einiges an Hitpotential und keine wirklichen Ausfälle, wenn ich dann „Born For War“ höre, denke ich eigentlich „born to thrash“!!! Bei ONSLAUGHT weht ein verdammt frischer und aggressiver Wind, der die Fönwelle vom Bangerschädel pustet, und dieses Album könnte eine echte Institution werden, wenn die Band sich beständig zeigt. Auf jeden Fall liegt mit „Sounds Of Violence“ die Hochwassermarke ein gutes Stück über der höchsten Warnstufe! Muss man haben!
9/10

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