Tuesday, January 18, 2011

PURGATORY - Necromantaeon - Cd / War Anthem Records


Das neue PRURGATORY Album geht runter wie gut geölter Stahl, überraschungsfern, muss nicht noch mal überzeugen, ist Souveränität auf der ganzen Linie. Das Fegefeuer brennt immer noch heiß genug, um Geschichten von Sündern und Sünden akustisch effektvoll umzusetzen. „Necromantaeon“ ist ein weiterer Pflasterstein auf der irgendwie unspektakulär schnörkellosen Rennbahn der Sachsen. Unspektakulär nicht wegen der Musik, sondern weil sie einfach immer präsent zu sein scheinen und irgendwie immer waren, eine feste Größe die man eher im Vorbeigehen gern mitnimmt, als im Vorfeld ein riesiges Gewese um nichts zu machen. Und wie gewohnt drückt auch das Teil hier, übrigens der Einstand bei War Anthem, ungemein in die Magengrube, blastet wie die Sau und donnert kalten, blasphemischen Death Metal auf das Parkett. So und nicht anders war es zu erwarten. PURGATORY sind 100 Prozent zeitresistent, die fegen immer noch mit dem gleichen Besen wie in den 90ern und der verliert dabei nicht mal Haare. Die Songs selbst variieren untereinander jetzt nicht erheblich, für Experimente lassen die Jungs kein Tor offen, sind an so was scheinbar überhaupt nicht interessiert, spielen lediglich Death Metal in seiner ureigensten Form. Das Spiel selbst macht, trotz wahnsinniger Aggressivität, einen unglaublich entspannten Eindruck, so als wäre das einfach zwischen zwei Fass Bier entstanden. Selbst wenn der musikalische Anspruch recht hoch liegt, und die Band sich nicht mit halbgarer Pampe abgibt, wirkt das trotzdem nicht so, als hätten sie dafür monatelang schwitzen müssen. „Necromantaeon“ enthält zwei Hände voll Stahl, abgefeuert von einer perfekt eingestellten Kanone, mit nicht zu überbietender Treffsicherheit. Die wissen einfach nach so vielen Jahren, wie der Stahl gehärtet…geschmiedet wird, da gibt es keine Korrosion und unbeabsichtigte Bruchstellen, da hat eben alles seinen festen Platz. Alles andere hätte mich dann wirklich überrascht. Unterstützt von brachialem Sound ist auch das 6. Album im typischen PURGATORY Stil sehr hörenswert, und stilecht mit düsterem Nachhall des Gehörnten!
8/10

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