Thursday, January 6, 2011

WRITHING AFTERBIRTH - Defaced, Defiled, Devoured - Ep / Sevared Records


WRITHING AFTERBIRTH gehören zu der Kategorie junger Hüpfer, die sich als absolute Tieftöner verstehen, wie sonst wäre ihre Version von brutalem Slam Death zu verstehen. Denn zum einen ist der Sound so was von im Basskeller, dass aller Regionen unterhalb des Zwerchfells in Auflehnung geraten, und mit Beat Downs bis zum Würgereiz inklusive Kotzschwall bombardiert werden. So verdammt tief, dass jeder Versuch technische Aspekte einzubringen sofort erdrückt wird. Und zum anderen ist die Musik schon beinahe erschreckend primitiv, will lieber Knochen splittern sehen als zärtlich liebkosen, besteht darauf, jedem anspruchsvollen Musiker den Angstschweiß auf die Stirn zu jagen, so wenig kümmern sie sich um tatsächliche Musikalität, die wollen einfach nur ihre schmutzigen Finger durch infizierte Wunden ziehen. Und das tut das Debüt der Frischlinge aus den Staaten ohne Respekt, aber auch ohne allzu viel Potential. Der Mist ist so brutal, dass es reicht um heute noch unterhaltsam zu sein, bestimmt ist auch noch genug Luft drin um nach dieser Ep ein volles Album nach zu legen. Spätestens dann wird sich das Spiel aber bestimmt in Wohlgefallen auflösen, dann dürften alle Geschichten erzählt sein, denn diese brutale Eingleisigkeit limitiert sich doch arg. Auch diese Kandidaten hier geben sich nicht die geringste Mühe aus dem engen Korsett, in das sie sich gezwängt haben, wieder auszubrechen, die merken mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mal, wie es ihnen die Luft abschnürt. Aber so lange es funktioniert haben wir unser Vergnügen mit bollernden Drums, krakelenden Stimmbändern und locker hängenden Katzendärmen. Das was sich heute als heitere Großkotzigkeit mit schwerster Instrumentalbegleitung präsentiert, wird in Zukunft ein weiteres gelöschtes Kapitel im Buch der Bedeutungslosigkeiten sein. Ich bin weit davon entfernt die Band schlecht zu machen, tatsächlich gefällt mir deren Musik mit Kettensäge und Axt gut, es mangelt ihr jedoch an Nachhaltigkeit, wie so vielen, bin mir aber auch sicher, dass die das hier gern und mit nicht zu geringem Stolz machen, also lassen wir sie ruhig mit dem Zug fahren so lange sie willens sind, die Fahrkarte zu zahlen. Allen Fans von US Slam - Geschepper, Circlepits und Hörsturzattacken bieten WRITHING AFTERBIRTH genau das richtige, nämlich einfach drauf los und nicht zurück schauen!
6/10

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