Sunday, February 20, 2011

AURORA BOREALIS - Timeline: The Beginning and End Of Everything - Cd


Die Abstände in denen AURORA BOREALIS ihre Alben veröffentlichen, werden immer größer, das letzte liegt nun nahezu 6 Jahre zurück. Dieser Fakt beweist aber nur eins, es gilt im Leben Prioritäten zu setzen, die scheinbar wichtiger sind als Katzendärme zupfen, gegerbte Tierfelle zu verprügeln und die eigene Urschreitherapie aufzuzeichnen. Natürlich ist das nicht gleichbedeutend mit dem Verlust an Ernsthaftigkeit innerhalb der Musik und dem Mangel an Qualität. Ganz im Gegenteil, die vergangene Zeit hat hörbar gut getan und am bevorstehenden Ende der Welten spuckt das Universum ein Album aus Feuer und Licht aus, das die Kraft hat, Verderbtheit und Ignoranz in die Knie zu zwingen. Gott, klingt das bescheuert, passt aber zu dem vermuteten Anliegen der Band unserer Zeit mit rasender Wut und ungezügeltem Hass eins über zu helfen und die Dekadenz eines ganzen Planeten über den Rand zu stoßen. Das tun sie mit sehr schwarzen Eigenschaften, geifern Hass und Tod, rasen musikalisch wie ein Derwisch ohne Anker über den Wüstensand. Black Metal Arrangements stehen dann auch bei allen Songs im primären Fokus, das Gesamtgebilde macht aber etwas ganz anderes aus. Und zwar, dass sie mit absoluter Konsequenz alle Schubladen auftreten und sich das heraus picken, was ihrer Version von echtem Metal entspricht. So bekommt ihr es auch mit Death Metal in klassischer US Form als auch melodisch bis hin zu verhalten progressiv zu tun. Desweiteren setzen sie sich mit Thrash Metal auseinander und geben so manchem Riff die nötige Schärfe. „Timeline“ klingt bei all der Vielfalt nun nicht mehr so deutlich nach Black Metal, nicht so morbide und düster, als würden es gewöhnliche Satansjünger mal wieder zu wild treiben. Ganz im Gegenteil, das Album ist irgendwie spritzig und frisch, trotz der Tatsache, dass sie alte Quellen anzapfen. Quellen, mit denen sie ein neues Licht auf eine viel zu große Szene werfen. Auch auf andere Weise beschreiten die Amerikaner neue Wege, bieten sie ihr Album doch zum freien Download an. Das ist ein Schritt, den ich bei so einer doch recht alt eingesessenen Band nicht erwartet hätte. Aber bitte, wer von euch richtig gute, aggressive und durchdachte Mucke mag, der klickt hier! http://www.auroraborealis.org/
8/10

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