Sunday, February 27, 2011

DEBAUCHERY - Germanys Next Top Model - AFM Records


DEBAUCHERY lassen zumindest uns Nachwuchsgermanen keine Chance einen sicheren Platz zwischen den Stühlen zu finden. Kaum eine deutsche Metalband spaltet die Gemüter so wie die Jungs aus Stuttgart. Entweder ihr liebt sie oder ihr hasst sie. Und das liegt bekanntlich an den Plagiatsvorwürfen in Bezug auf SFU. Ich bin mir auch nicht wirklich sicher, ob das aktuelle Album das entkräften kann oder überhaupt will und muss. Genau betrachtet sind sie den Amis sogar einen Schritt voraus, wo die immer noch ACD/DC covern, gründen DEBAUCHERY ihr eigenes Baby BIG BALL und zelebrieren auf das vortrefflichste ihre persönliche Version der Aussi – Stromfabrik. Aber wenn ich mir jetzt „Germanys Next Death Metal“ anhöre (was ein geiler Albumtitel, großkotzig und ironisch auf einen Ritt), dann bin ich der Überzeugung, dass es Zeit ist DEBAUCHERY sowie BIG BALL zu Grabe zu tragen, denn das was diese Cd verkörpert, ist die perfekte Symbiose aus beiden. Ungefähr so, als hätten die Jungs das nächste BIG BALL Album schon fertig gehabt, waren aber eigentlich dran ein neues DEBAUCHERY Teil abzuliefern. So liegt der Gedanke nahe, dass sie AC/DC mäßigen Songs eine Tonne Blut und Eingeweide verpasst, respektive einen Death Metal Sound inklusive typischen Growls übergestülpt haben. Die sind sich sicher ganz genau darüber im Klaren, was sie damit anrichten. Die Band entfernt sich ein ganzes Stück von dem, was wir gemeinhin unter Death Metal verstehen und erschaffen ein verdammt cooles Stück Rock´n Roll, staubtrocken, groovy, schnörkellos und irgendwie authentisch. Ich für meinen Teil kann diesen Weg nur vollstens unterstützen, aber ich bin mir auch sicher, dass sie sich damit wieder mal nicht nur Freunde machen. Fest steht, dass das nunmehr 7. Album der Band eine faustdicke Überraschung werden, und mit viel Wucht einschlagen wird. Die leben ihre Vorlieben aus und recken den ungewaschenen Mittelfinger mehr denn jeh in Richtung ihrer Kritiker. Einer davon dürfte auch auf die Stuttgarter Zeitung zielen, und Thomas zum Schreiben von „School Shooter“ veranlasst haben, man erinnere sich nur an die einer populären Hirnweiche verfallenen Pressekampagne aus dem letzten Jahr. Insgesamt ein wirklich cooles Album das euch da erwartet, eines das den Rock´n Roll nicht neu erfindet aber sich seiner Wurzeln bewusst ist und bei euch für einiges an Nackenschmerzen sorgen wird!
8/10

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