Wednesday, February 23, 2011

FAKE MESSIAH - For A Greater Cause - Ep


FAKE MESSIAH sind ein 4 Mann starkes – Abrisskommando in der Erprobungsphase, kommen aus Schweden und wagen sich mit einem ersten Feldversuch an progressiven Death Metal heran. Es schält sich ein Erstling heraus, der jedoch noch mächtig viel Dreck im Getriebe hat, was die Maschine deutlich unrund laufen lässt. Vor allem die Leadgitarre klingt eher nach einer beständig festklemmenden Metallsäge, mit einem Sound als würde sie lediglich über das Eisen rutschen anstatt Späne zu fressen. Auch der Gitarrist selbst spielt mit erfrorenen Fingern und verhindert so einen echten Spielfluss. Aber bei den Jungs steht wohl noch alles auf Anfang, so dass mit ein paar Dehnübungen langfristig noch einiges besser werden dürfte. Wie das bei progressiver Musik so üblich ist, lässt sie sich anhand ihrer versucht komplexen Strukturierung jeder Bissen auch schlechter kauen als gegen die Faser geschnittenes Hüftsteak von sehr alten Ochsen. Da wird eben nicht drauf los gebrettert, die Bremse und der Rückwärtsgang werden öfter genutzt, als es der Musik vielleicht gut tut, so stotter das Teil über eine staubige Landstraße und verliert vor lauter aufgewirbeltem Staub das Ziel aus den Augen. Nun, und da die Musiker noch längst nicht so versiert sind, wie so manch renommierte Frickelband, fällt auch der „technische Overkill“ Bonus weg und alles was bleibt sind brauchbare Anlagen, viel Schweiß und guter Wille , hinten kommen dann passable Songs raus. Der große Reißer ist es aber bei weitem nicht. Das ist so, wie wenn du am Grill stehst und weißt wann du das Fleisch wenden musst um es auf den Punkt zu bringen oder nach Belieben zu verkohlen, von der Marinade und sonstigen Gewürzen aber keine Ahnung hast. Fleisch bleibt Fleisch, schmeckt nur plötzlich und unerwartet nüchtern. Bedenklich wird es, wenn es dem Grillchef selbst nicht auffällt, weil er es nie anders gemacht hat und von der Konkurrenz nicht naschen will. Also gilt es, neben der Pflicht, die Kür nicht aus den Augen zu verlieren, ein bisschen zu experimentieren und fleißig zu üben. So lange, bis die Finger sich lockern und die Blockaden aus dem Kopf verschwinden. Noch ist das alles zu verkrampft, ich bin aber trotzdem guter Hoffnung, weswegen ich die Punktzahl auch höher ansetze als ursprünglich beabsichtigt! Vielleicht überziehe ich meine Kritik ja auch, überzeugt euch lieber selbst: http://www.myspace.com/fakemessiahmetal
6/10

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