Thursday, February 3, 2011

PUTERAEON - The Esoteric Order - Cd / Cyclone Empire


PUTERAEON bevorzugen in allen Belangen einen klassischen Stil, da stehen schon mal 3 Demos im Vorprogramm, bevor es ein erstes Album gibt. Und nicht etwa, „So hier sind wir, und jetzt macht mal“. Aber die Schweden sind ja auch so was wie alte Hasen und bringen genug Erfahrung aus diversen anderen Bands mit, sorgte der eine oder andere doch schon für Tinnitus bei TAETRE, KILLAMAN, NOMINON…. Und auch die Musik lässt keine Fragen offen, das ist purer Old School Death Metal, vielleicht ohne Ambitionen am Thron des heiligen Elches zu kratzen, aber mit dem Plektrum an der richtigen Saite und den Fingern am entsprechenden Regler. „The Esoteric Order“ ist purer Schwedentodsound, mit tiefer hängenden Schusswaffen und schnarrender 4 – läufiger Schrotflinte, die, wenn sie abgefeuert wird, Löcher so groß wie Bangerschädel reißt. Dass sie sich ihrer Ideen zum Teil bei BOLT THROWER entleihen, spielt dabei gart keine Rolle, das unterstreicht eher den Anspruch, dem Konsumenten das Fell auf die alt hergebrachte Weise zu gerben. Der melodiöse Part ist verhalten, das was kommt sorgt aber für stilgerecht düstere Atmosphäre und mit Solis wird ebenfalls nicht übertrieben, lieber rau und blutig als auf Schmusekurs. Mit ihrer Herangehensweise an das Genre produzieren sie schwere Riffs en masse, wie zum Beispiel bei „ The Innsmouth Insanity“, das so derb und gewaltig daher kommt, dass Sänger Jonas Lindblood, wahrscheinlich aus Ehrfurcht vor H.P. Lovecraft, seinen Text vergessen hat. Seinem Werk scheint das Album, zumindest dem Anschein nach, gewidmet. Die Kraft, den musikalischen Hammer betont hart zu schwingen, holen sie sich aus den behäbigen Passagen ihrer Songs, Gas geben können sie aber auch. Auf übermäßige Nutzung des Pedals verzichten sie in der Regel, kennen sie scheinbar doch ihre Stärken, gute Songs zu schreiben. Letztendlich macht einen amtlichen Nackenbrecher der Fakt aus, dass sich Geknüppel und Midtempo den Ball in ausgewogenem Maß zuspielen. Und den Bogen haben PUTERAEON hörbar raus. Unterstützt durch einen stumpfen, ziemlich dreckigen Sound gelingt der Band mit „The Esoteric Order“ trotz vieler bekannter Zutaten ein sehr ansprechendes Album, das in erster Linie brutal auf die Zwölf knallt und höllische Killer wie“ Into The Deep“ oder „Coma“ auf uns los lässt. Also, ihr habt von schwedischen Death Metal Bands auch nach über 20 Jahren nicht den Kanal voll, ihr steht immer noch auf britische Bolzengeschosse, ihr tragt immer noch lange Haare, zumindest innerlich, ihr konntet es nach den Demos kaum erwarten, das Album in euren Fingern kleben zu sehen, dann sei euch die Freude gegönnt, das Teil lohnt sich!
9/10

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