Monday, February 28, 2011

REPUKED - Pervertopia - Cd / Soulseller Records


REPUKED nehmen ihren Bandnamen über Gebühr ernst und verbreiten ein totales Kotzorama! Die würgen und spucken jeden Vokal qualvoll aus und zelebrieren Reierorgien auch zwischen den Songs. Das geht so weit, dass ich glauben mag, die versuchen einen verschollenen Fulci Film zu intonieren. Es göbelt, spritzt und matscht ohne Unterlass und klingt widerlicher als Mutter Flodders´ Selbstgebrannter schmecken mag, der sich dann auch noch auf unnatürliche Weise den Weg in die Freiheit bahnt. Mit einem Wort, fantastisch! REPUKED kehren an die Basis zurück, haben den Punk im Nacken und kommen mit erstaunlich wenigen Akkorden an ihr Ziel, die anarchische Unterwanderung eines viel zu kommerzialisierten Musicbiz. Und so machen sie, was ihre Helden (vermutlich) ihnen vorgelebt haben, beschäftigen sich mit rohem primitiven aber ungemein effektiven Horror Death Metal. Genau so wie es auch AUTOPSY, IMPETIGO, NIHILIST… taten oder immer noch tun! Und dann schimmert logischerweise auch Rob Wests´ (der hier für so einiges an Erbrochenem verantwortlich zeichnet) Band durch, und zwar GODPHOBIA. Ohne Umschweife stürzen sich 4 Folterknaben auf ihre Opfer, drehen die Bässe runter, lassen die Leadgitarre heulen wie die Mägen hungriger Ghoule und fegen mit ihren schartigen Sensen über neblige Totenacker. Die Stimmung ist unbeschreiblich, die beinhaltet alles was das verdammte Klischee hergibt, schmerzerfüllte Schreie aus den Tiefen des Purgatoriums, blutige Fetzen an den Wänden der Inquisition, nacktes Entsetzen beim Anblick der geifernden Bestie, was ihr wollt. REPUKED agieren in konsequenter Ablehnung des aktuellen Jahrtausends. Punk meets raw Death, was braucht der Kadaver mehr! Vielleicht noch etwas Sludge und Doom und fertig ist der Soundtrack für eine unvergessliche Leichenfeier! Dabei sind sie sich auch nicht zu fein, mal das eine oder andere Riff von der Konkurrenz zu okkupieren, aber drauf geschissen, wer mit so erschreckendem Minimalismus ein solches Album fabriziert, der darf das! Der Sound entspricht abschließend der mehr als dreckigen Mucke, ist ungeschliffen und bollert aus der Anlage wie ein morsches Fuhrwerk auf Kopfsteinpflaster gezogen von 4 belgischen Kaltblütern. Dieses Album gehört zum Familiengeburtstag gespielt, bevor die bucklige Verwandtschaft das ganze Bier weggesoffen hat! Kauft das Ding, ihr wollt es, glaubt mir!
9/10

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