Friday, March 4, 2011

STRYCHNOS - Undead Unsouls Unbound - Mcd / FDA Rekotz


Ein bisschen INCANTATION, ein bisschen DEMIGOD, ein bisschen VITAL REMAINS, ein bisschen MASSACRE, ein bisschen Spaß muss sein, dazu ein paar düstere aufgetragene Melodien an der AMON AMARTH Peripherie, viel unzüchtiges Endzeitspektakel und durch sind wir mit dem Zinnober! Angesichts der Tatsache, dass es immer wieder Musiker gibt, die seine aufopferungsvolle Arbeit akustisch umzusetzen wissen, lehnt sich der alte Ziegenfuß entspannt in seinem Knochenthron zurück und genießt die Show aus Feuer und Stahl. So lässt er die 4 Dänen seinen Job für ein paar Minuten übernehmen, während er wahrscheinlich einen Eimer randvoll mit Bloody Marys´ süffelt und Großmutter nach mehr Pfeffer schickt. 5 Songs lang dürfen sich die so honorierten Erdlinge nun vergnügen und foltern was das Zeug hält, Peitschen knallen, Fleisch reißt, Blut fließt, Flammen verschlingen, Knochen brechen, Zungen fallen zu Boden, es wird gevierteilt, gehängt, gehäutet, gequetscht, geschlagen, geschnitten. Schmerz und Sünden sind unvergänglich! Einer der dort in den Höllenkreisen gefangen scheint, ist Peter Lorres´ alter Ego Hans Beckert (danke Rico, hätte mich fast verrannt), dessen psychopathischer und bemitleidenswerter Monolog als Kindermörder für „Bestial Desires“ genutzt wird und aufgrund seiner Intensitäten den Song tatsächlich etwas blass erscheinen lässt. Aber grob gehackt sind die Mittel der Pein, die STRYCHNOS vorweisen können sehr präzise Werkzeuge um ein effektives Tagwerk (Nachtmahr) abzuliefern. Mit einem Höllenlärm und infernalischer Brutalität, ziehen sie ihre Klingen durch die Wunden der Gefallenen und Gestrauchelten, greifen mit ihren untoten Klauen nach der Unschuld und zerren alles was sie zu greifen kriegen in die Tiefen des ewigen Abgrundes. Der Gehörnte steht auf Death Metal und fragt sich, wie er sein Imperium aus Angst und Entsetzen bisher ohne zusammenhalten konnte. All die verzweifelten Schreie und vor Furcht zitternden Stimmen, lassen sich doch mit gewaltigem Gehämmer viel leichter aus ausgetrockneten Kehlen und über rissige Lippen locken als mit konventionellen Praktiken, die im Purgatorium sonst so in sind. Ein amtlicher Gitarrenanschlag treibt den Nagel viel anschaulicher durch faulendes Fleisch als ein schnöder Hammer, jawoll! Da bleibt nur zu hoffen (auch wenn es dort unten für so was keinen Platz gibt, die stirbt dort bekanntlich), dass STRYCHNOS sich von Herrn Fürst nicht fest einstellen lassen. Dann kommen die dort vielleicht gar nicht mehr weg und es wird nie was mit einem echten Album!
8/10

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