Sunday, March 27, 2011

SURGICAL MURDER Split - Cd / Extreminal Productions


Auf dieses Release haben sich 3 Bands verirrt, die in etwa so was wie die 3 kleinen Schweinchen darstellen könnten, auch wenn sie den Vergleich mit äußerster Bestimmtheit ablehnen würden. Die bauen ihre wackligen Häuschen, jeder für sich, und dann kommt der große böse Wolf und pustet den Quatsch einfach auf den Haufen der enttäuschten Erwartungen. Der Wolf würde ich gern sein, aber mein Lungenvolumen ist wertvoller, als es an den bald leeren Raum zu vergeuden. Zumindest hat sich die Ferkelbande zusammen getan und gemeinsam was auf die Beine gestellt. Jedenfalls nach außen hin. Das Ergebnis ist eine 3 - Way Split mit eindeutig amerikanischer Death Metal Prägung, von brutalem Slam Zeug bis hin zu US Old School und weniger das von der technischen Sorte. Die Bands unterscheiden sich natürlich in ihrer genauen Ausrichtung, aber darauf will ich gar nicht eingehen, Fakt ist, dass sie es lieben zu lärmen, dafür aber qualitativ gern Abstriche in Kauf nehmen. Gerade mal MORBID DEVOURMENT schaffen es, einen gewissen Anspruch und zackigen Punktlandungsblast beizusteuern. Die Musik hier aus dem Orbit zu blasen, wäre unfair, aber eins ist doch klar, von Gehacke wie diesem gibt es so viel, dass es keine Rolle spielt, wer dafür verantwortlich ist, der Wiedererkennungswert ist in etwa so hoch, wie die Tatsache, dass es in der Sahara zu viel Sand gibt. Wer zählt schon jedes einzelne Steinchen, wenn es dazu keinen triftigen Grund gibt? Es sollte aber doch das Ziel sein, Wasser zu finden, nicht noch mehr feinkörnige Erde in Eimern dahin zu schleppen, wo die Natur gewiss keine Mangel vorgesehen hat. MORBID DEVOURMENT hätten wahrscheinlich stärkere Splitpartner gebraucht, wenn sie sich hervorheben wollten. So haben sie sich aber für AKTARMA SUICIDE und BRUTAL CORE entschieden, die bestimmt einen guten Job im Rahmen ihrer Möglichkeiten machen, doch wenn Bemühungen nicht reichen, na ja, bei und ist man dann vorrangig dazu verflucht, dem Arbeitsamt seine Frondienste zu Verfügung zu stellen. Es ist deutlich zu hören, dass die Songs der, ich nenne sie mal begleitende Bands, aus unterschiedlichen Sessions stammen, was einen äußerst unfertigen oder gar unvorbereiteten Eindruck hinterlässt. Eben so, als müsste da schnell was zusammen gekehrt werden, vielleicht hat die Vorbereitungszeit gefehlt, oder denen ist egal was sie veröffentlichen, Hauptsache das Zeug geht raus. Ich finde es jedenfalls bedauerlich, dass dieses Teil so viel Glaubwürdigkeit einbüßt, weil es unbedingt ein Schnellschuss sein wollte. Fazit, nur was für Freunde von Allerwelts - Death Metal, die die Auswirkungen der Globalisierung verkraften können!
5/10

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