Monday, April 18, 2011

DEPARTMENT OF CORRECTION - L'ecole du gout Mcd


Würde ich ernsthaft jemanden in die angenehme Welt des Schmerzes schicken wollen, dann fesselte ich ihn kopfüber an den letzten Wagen eines ICE und wünschte gute Reise, er möge jedes Mal wenn der Schädel wie ein Basketball über die Schwellen hüpft einen netten Gedanken an mich verschwenden. Gewiss würden alle Gedanken schnellsten in grauen Spritzern über den Bahndamm verteilt werden und die Nummer wäre viel zu schnell durch, das Vergnügen ein unverzeihlich kurzes! Ein zu lang berechnetes Bungeeseil liefe auf das Gleiche hinaus. Spekulationen führen nur zu gefährlichen Halbwahrheiten und eigentlich versuche ich lediglich eine Brücke zu DEPARTMENT OF CORRECTION zu schlagen. Denn bei deren Art von mentaler Trampelei spielt Tempo die größte Rolle! Grind /Powerviolence direkt an den strammen Eiern gepackt und mit festem Griff ordentlich lang gezogen, vor panischer Erstarrung die Luft zu lange angehalten und einen mörderischen Schrei ausgestoßen, der auch die Restvolumenmenge aus den Alveolen bläst. Dann klatscht das so überwältigte Opfer mit doppelter Fallgeschwindigkeit aufs Pflaster und erwacht Stunden später im drogendurchfluteten Nirwana der Intensivstation des Grind Medical Hospital! Ja, ich glaube so funktioniert Schmerz, der haften bleibt und zu diesem tornadogleichen hektischen Gebretter passt. Zeitlos, authentisch und sehr speziell. Also, wenn ihr jemandem den ihr nicht leiden könnt, dem Rest seines erbärmlichen Existierens etwas Unvergessliches mit auf den Weg geben wollt, dann sollte es diese Mini sein. Die bringt das Hirn zum krampfen, lässt Schneidezähne durch die Zunge schlagen und die Augen zombiegleich nach innen rollen. Bei anderen könnten unaufhaltsame Fluchtinstinkte geweckt werden, wobei sich die Beine schneller bewegen als der Kopf zu denken vermag. Das führt zwangsläufig zu vollkommener Desorientierung und der Weg wird noch länger! Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass es bei hartnäckigen Probanden ratsam wäre, die Mcd auf Dauerschleife zu programmieren, da sie ruck zuck durch ist. Das legt den Verdacht nahe, der Band wäre der Fluchtgedanke selbst nicht ganz fremd und Paranoia wäre ihre Muse. Echt beängstigend und qualitativ nicht von Pappe. Will mal hoffen, dass das angekündigte Album dem aufgebauten Erwartungsdruck stand hält. Denke aber schon, ist was für Fans von MUMAKIL, INHUMATE und ähnlicher Krawallrinden. Wer masochistische Tendenzen sein Eigen nennt, der klickt hier: http://www.myspace.com/grindcoredequalite
7/10

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